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Kaloba Erkältungssymptome – © Schwabe

Wissenswertes für Eltern: Die Behandlung von Kindern mit Phytotherapie

Ein pflanzliches Arzneimittel für Erwachsene einfach so einem Kind geben? Das ist keine besonders gute Idee. Bei Erkältungen, Husten, Halsweh, Verdauungsbeschwerden und Co sollten Sie nämlich auch im Bereich der pflanzlichen Medikamente immer darauf achten, dass sie speziell auf Kinder zugeschnitten und für sie zugelassen sind. Warum das so ist und was Sie sonst noch bei der Behandlung von Kindern mit Phytotherapie wissen müssen.

Gerade wenn Kinder mit Bauchweh oder Verdauungsbeschwerden kämpfen oder erkältet sind, hört man immer wieder von dem Zwiespalt, in dem sich Papa und Mama manchmal befinden: Einerseits wissen viele Eltern, dass bei Kindern mehrere virale Infekte im Jahr durchaus normal sind, andererseits wollen sie die Kleinen dennoch so gut wie möglich beim Gesundwerden unterstützen. Aber acht, neun, zehn Mal im Jahr zu synthetischen Medikamenten bei Schmerzen, Halsweh, Bronchitis und anderen Symptomen greifen? Das wollen viele Eltern eben auch nicht.

Phytotherapie für Kinder, Mädchen mit Kamille - ©Adobe Stock/261007004

Phytotherapie für Kinder: Was Sie als Eltern beachten müssen – © Adobe Stock/261007004

Warum Eltern die Phytotherapie für ihre Kinder wählen

Die Phytotherapie – also die medikamentöse Behandlung mit Arzneimitteln, deren Wirkstoffe aus der Pflanzenwelt gewonnen werden – bietet hier eine ideale Möglichkeit, Kinder bei diversen Erkrankungen wirksam und trotzdem gut verträglich mit der Kraft der Natur zu unterstützen. Pflanzliche Arzneimittel werden zunehmend von Eltern nachgefragt und erhalten damit auch im Bereich der Kinderheilkunde immer mehr Bedeutung.

Phytotherapie bzw. bestimmte Arzneipflanzen können bei Kindern beispielsweise bei folgenden Beschwerden zum Einsatz kommen:

Unruhezustände Bei psychovegetativen Befindlichkeitsstörungen haben sich Pflanzen wie Baldrian, Hopfen oder auch die Passionsblume bewährt.
Verdauungsprobleme Bei Beschwerden des Magen-Darm-Traktes wie Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall kann die Phytotherapie bei Kindern ebenso zum Einsatz kommen. Bekannte Heilpflanzen im Bereich der Gastrobeschwerden sind beispielsweise Kamille, Anis, Kümmel oder Pfefferminze.
Erkältungen Bei Erkältungen und den damit einhergehenden Symptomen wie Husten, Halsweh oder Schnupfen kann allen voran die Kapland-pelargonie als das Mittel der Wahl im Hinblick auf die Phytotherapie bei Kindern genannt werden.
Hauterkrankungen Auch bei Hauterkrankungen kommt die Phytotherapie bei Kindern zum Einsatz. Bekannte Arzneipflanzen mit Bezug zur Haut sind etwa Hamamelis, Kamille, Ringelblume und Arnika.

Studien: Achten Sie auf eine Zulassung für Kinder in der Phytotherapie

In der Welt der Medikamente ist es dabei aber gar nicht so leicht, Kindern die passende Therapieform zu ermöglichen. Das liegt ganz einfach daran, dass Kinder eine sehr spezielle Gruppe von Patienten sind. Je jünger sie sind, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass es Medikamenten-Studien in ihrer Altersgruppe gibt. Dies liegt nicht an den Herstellern, die ihre Medikamente nicht testen möchten, sondern schlicht daran, dass Studien an Kindern eine große ethische Frage bleiben.

Kinder in der Phytotherapie nicht wie kleine Erwachsene behandeln

So verwundert es freilich wenig, dass je nach Erkrankung bis zu 90 Prozent der Medikamente für Kinder „off-label use“ eingesetzt werden. Dieser Ausdruck meint in der Medizin, dass ein Arzneimittel für eine Erkrankung verordnet wird, obwohl es für dieses Anwendungsgebiet nicht von der Arzneimittelbehörde zugelassen wurde. Das bezieht sich allerdings nicht nur auf das Krankheitsbild, sondern eben auch darauf, ob ein Medikament für Erwachsene oder Kinder zugelassen wird. Erhält nun ein Kind unter 6 Jahren in niedrigerer Dosierung einen Hustensaft, der prinzipiell erst für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen ist, spricht man von „off-label use“.

Diese dazu gehörende Nutzen-Risiken-Abwägung darf ausschließlich durch den behandelnden, erfahrenen Kinderarzt geschehen. Kinder haben nämlich andere Ansprüche an Arzneimittel als Erwachsene und die Dosierung mancher Medikamente kann nicht einfach dem Körpergewicht entsprechend herunter gerechnet werden! In der Selbstmedikation bei Kindern sollten Sie also ausschließlich für sie zugelassene pflanzliche Medikamente verwenden.

Vorteile der für Kinder zugelassenen Phytotherapie

Phytotherapeutische Arzneimittel, die speziell für Kinder zugelassen sind, bieten gleich mehrere Vorteile in der Behandlung. Die Zulassung ab einem bestimmten Alter gibt den Eltern die Gewissheit, dass die Unbedenklichkeit des Medikaments in Studien in der entsprechenden Alterskategorie wissenschaftlich belegt wurde. So gibt es beispielsweise ein Erkältungspräparat aus der Kalpand-pelargonie, das bestens in umfassenden Studien an Kindern ab 1 Jahr untersucht wurde. Generell bietet die pflanzliche Arzneiwelt besonders für Kinder wertvolle Vorteile:

Worauf Eltern achten sollten, wenn sie Kinder mit Phytotherapie behandeln

Auch wenn Phytotherapie sehr gut verträglich und oft nebenwirkungsarm ist, bleiben pflanzliche Arzneimittel dennoch wirksame Medikamente, die nicht wahllos verabreicht werden dürfen. Eltern sollten in der Medikation mit Phytotherapeutika daher bestimmte Punkte beachten, auch wenn die Medikamente dezidiert für Kinder der entsprechenden Altersgruppe zugelassen sind:

Phytotherapie verhindert bei Kindern nicht den Gang zum Arzt

Wie bei jeder anderen Behandlungsform, hat die Phytotherapie in der Kinderheilkunde nicht nur ganz besondere Stärken, sondern auch gewisse Grenzen. Gerade bei Kindern können hinter anfangs harmlos scheinenden Symptomen ernste Erkrankungen stecken, die ganz spezifische Medikation – etwa mit Antibiotika – oder andere ärztliche Therapien erfordern.

Da vor allem kleine Kinder ihre Symptome darüber hinaus teilweise auch noch nicht ausreichend genau artikulieren können, ist es von zentraler Bedeutung, dass bei anhaltenden oder starken Beschwerden immer ein Kinderarzt aufgesucht wird, der eine genaue Untersuchung durchführt und gegebenenfalls die passende Medikation und Behandlungsweise verschreiben kann.

 

Quelle:

Phytotherapie.at, Dr. Ulrike Kastner, Phytotherapie – Pädiatrie, Wissensfortschritte im 21. Jahrhundert, (abgerufen am 02.03.2022)

Darreichungsformen und Packungsgrößen

Kaloba®-Sirup: 100 ml

Kaloba®-Tropfen: 20 ml, 50 ml

Kaloba® 20 mg-Filmtabletten: 21 Stk., 42 Stk.

Kaloba®-Sirup
Der Sirup ist Dank des angenehmen Geschmacks besonders für Kinder ab 1 Jahr geeignet und erleichtert somit Eltern die Behandlung ihrer Kleinen.
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren:  3-mal täglich 7,5 ml
Kinder im Alter von 6-12 Jahren: 3-mal täglich 5 ml
Kinder im Alter von 1-5 Jahren: 3-mal täglich 2,5 ml

Kaloba®-Tropfen
Sind für Kinder ab 1 Jahr geeignet.
Kinder von 1-5 Jahren: 3 x täglich 10 Tropfen
Kinder von 6-12 Jahren: 3 x täglich 20 Tropfen
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 3 x täglich 30 Tropfen.

Kaloba® 20 mg-Filmtabletten
Können ab dem 6. Lebensjahr eingenommen werden.
Kinder von 6-12 Jahren: 2 x täglich 1 Filmtablette
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 3 x täglich 1 Filmtablette

 

Gebrauchsinformation

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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