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Calendula (Ringelblume): Wertvolle Heilpflanze bei Hautbeschwerden

Wenn die Haut entzündet ist oder beispielsweise durch eine Sportverletzung in Mitleidenschaft gezogen wird, eignet sich die Ringelblume (Calendula). Doch warum eigentlich? Der Grund liegt in den wertvollen, wundheilenden Inhaltsstoffen der Ringelblumen. 

In der Welt der Heilpflanzen kommt man um die Ringelblume nicht umhin. Viele von uns denken bei dieser Pflanze vielleicht an die klassische Ringelblumensalbe, die früher gefühlt nahezu in jedem Haushalt als erste Wahl bei aufgeschürften Knien und Co. im Medizinschrank zu finden war. Doch die wenigsten wissen, dass es sich bei der Calendula – wie die Ringelblume botanisch genannt wird – nicht nur um eine beliebte Zutat für Hausmittel handelt, sondern auch um eine Heilpflanze, die in der modernen Medizin erfolgreich eingesetzt wird.

Botanische Einordnung der Calendula

Die Ringelblume wird botanisch als Calendula officinalis bezeichnet. Sie gehört zu einer der ältesten Zierpflanzen, die wir hierzulande kultiviert haben. Da ihre Historie so weit zurück reicht, ist auch gar nicht mehr hundertprozentig nachzuvollziehen, woher genau die Ringelblume stammt. Man nimmt jedoch an, dass die Pflanze, die zur Familie der Asteraceae (botanisch für Korbblütler) gehört, ihren Ursprung im Mittelmeerraum findet. Je nach Art der Ringelblume wird die krautige Sommerblume – auch abhängig von ihrem Standort – zwischen 20 und 60 cm hoch. Typischerweise wächst die Ringelblume, die eine einjährige, krautige Pflanze ist, eher buschig. Ihre hellgrünen oder mittelgrünen sowie behaarten Blätter sind wechselständig und ungestielt. Wer sie in den Händen zerreibt, der wird feststellen, dass sie dabei einen sehr typischen Duft verströmen. Die Sommerblume blüht in hellgelb bis kräftig orange zwischen Juni und Oktober. Besonders intensiv blühen die Ringelblumen in den ersten Wochen. Im Herbst hat die Pflanze zumeist bereits neue Knospen hervorgebracht.

Die Calendula im Garten 

Wer sich an der intensiven Blütenpracht der Calendula im eigenen Garten erfreuen möchte, der sollte wissen, dass die Ringelblume prinzipiell recht schnell keimt. Allerdings sollte der Boden eher etwas lehmig sein, da die Calendula an Blütenintensität verliert, wenn der Boden, auf dem sie gesät wird, zu viel Stickstoff aufweist. Außerdem verspricht ein sehr sonniger Standort eine besonders intensive Blüte! Der ideale Aussaat-Zeitpunkt für die Ringelblume ist im Frühjahr von März bis Juni. Wenn man die Saat in einen gelockerten und unkrautfreien Boden einbringt und darauf achtet, dass die kleinen Pflänzchen nach dem Keimen mindestens 25 cm Abstand haben, dann darf man sich auf eine pflegeleichte und besonders hübsch anzusehende Pflanze im eigenen Beet freuen. Und das hat nicht nur optische Vorteile! Die Ringelblumen sind nicht nur schön anzuschauen: Sie sind darüber hinaus eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und ziehen Schmetterlinge an. Außerdem sollen sie vor allem auch Schnecken und Fadenwürmer vom restlichen gepflanzten Gemüse fern halten. Zusätzlich versprechen die Wurzeln der Calendula, die Qualität des Bodens zu verbessern.

Verwendung der Calendula im Laufe der Zeit 

Nicht nur in unseren Gärten und vor allem in bäuerlichen Beeten ist die Ringelblume gerne gesehen. Angeblich wurde die Calendula bereits von den alten Römern als Zierpflanze geschätzt. Mit ihrem Farbstoff färbte man überdies Stoffe und Pflegeprodukte. Heute spielt die Ringelblume als wichtige Arzneipflanze bei Hautentzündungen oder die Haut betreffenden Verletzungen eine wichtige Rolle. Aufgrund ihrer beruhigenden und milden Eigenschaften eignet sich ihre Verwendung bereits für Kleinkinder und sogar Babys. Doch das Wissen um die Heilwirkung der Ringelblume reicht deutlich weiter zurück als in Omas Hausmittelzeiten. Die berühmte Heilkundige Hildegard von Bingen pries die Ringelblume beispielsweise nicht nur bei Hautproblemen, sondern auch bei Problemen mit der Verdauung. Im Alemannischen Kräuterbuch wird darüber hinaus schon im 15. Jahrhundert ihre Wirkung gegen Warzen bei äußerlicher Anwendung beschrieben. Aber gehen wir noch ein Stückchen in der Geschichte zurück. Zwei Jahrhunderte zuvor wurde in einem Deutschen Kräuterbuch empfohlen, die Ringelblume anzuwenden, um die Periode anregen. Jahrhunderte später zu Beginn des 19. Jahrhunderts schrieb man der Ringelblume sogar eine Wirksamkeit bei Krebserkrankungen der Gebärmutter und der Brust zu.

Medizinische Bedeutung und Verwendung der Calendula

Heute kennt man die Ringelblumenblüten als Arzneipflanzenbestandteile, die entzündungshemmend wirken. Darum wird die Calendula auch heute vor allem als Heilpflanze bei Wunden eingesetzt. Ringelblumenblüten finden aber nicht nur Anwendung bei der äußerlichen Behandlung von Wunden, die beispielsweise schlecht heilen, sondern werden auch innerlich lokal zur Therapie bei Entzündungen der Mund- oder Rachenschleimhaut eingesetzt. Der Ringelblume wird heute eine wundheilungs- und granulationsfördernde sowie eine entzündungshemmende Wirkung attestiert.

Wirksame Inhaltsstoffe der Calendula

Die Wirkung der Calendula als Heilpflanze ergibt sich aus ihren wirksamen Inhaltsstoffen. Die Wirkstoffe der Ringelblüten schlüsseln sich wie folgt auf:

Überblick: Calendula übersichtlich zusammengefasst 

Hier finden Sie noch einmal die wichtigsten Informationen zur Calendula im Überblick:

Lang bewährt Ringelblumensalbe kennen die meisten von uns. Sie wird traditionell schon lange bei Verletzungen der Haut eingesetzt.
Botanische Einordnung Die Calendula gehört zu den Korbblütlern, ist einjährig, wird bis zu 60 cm hoch und blüht gelb bis dunkelorange.
Ringelblume im Garten Idealerweise ist der Aussaatzeitpunkt für die Calendula zwischen März und Juni. Die Pflanzen sollten etwa einen Abstand von 25 bis 30 cm zueinander haben.
Historische Verwendung Die Ringelblume verwendete man auch als Farbstoff. Im Garten diente sie als Zierde sowie als Schutz vor Ungeziefer. Historisch wurde ihre Heilwirkung bei Verdauungsproblemen, Warzen oder Ekzemen geschätzt.
Ringelblume heute Heute wird die Ringelblume bei Beschwerden mit der Haut und bei Wunden eingesetzt.
Inhaltsstoffe Calendula Die Ringelblume ist reich an Flavonoiden und enthält neben ätherischen Ölen auch wertvolle Calendulasäure.

Quelle:

https://buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien/calendulae-flos-ringelblumenblueten.htm (abgerufen am 02.12.2021)

Darreichungsformen und Packungsgrößen

 

Gebrauchsinformation

Tabletten und Tropfen zum Einnehmen. Gel und Salbe zur Anwendung auf der Haut. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. 

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