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Die Haut

Die menschliche Haut, mit ihrer durschnittlichen Fläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern, ist der Schutzmantel unseres Körpers. Sie bildet so die erste Verteidigungsinstanz gegen schädigende Einflüsse der Außenwelt. Manche Stoffe, wie zum Beispiel Allergene, bringen unsere Haut aus dem Gleichgewicht und verursachen Hautprobleme, wie Kontaktallergien. Die Haut erfüllt einige, mitunter lebenswichtige Aufgaben, wie Stoffwechsel-, und Temeraturregulation. Wie die Haut aufgebaut ist und welche Funktionen sie hat, und wie sich Haut und Schleimhaut voneinander unterscheiden.

Was ist die Haut?

Die Haut, oder auch Cutis genannt, ist ein elastisches und komplexes Organ, dass unsere gesamte Körperoberfläche bedeckt. Mit ihren durchschnittlich 2 Quadratmetern ist sie unser größter und am besten sichtbarer Körperteil. Dabei beträgt ihre Dicke nur wenige Millimeter. Das Gewicht der Haut schwankt zwischen dreieinhalb und zehn Kilogramm und auch die Farbe ist von Mensch zu Mensch verschieden. Die Aufgaben der Haut sind vielfältig: Als stabile, aber dennoch elastische Hülle, schützt sie den Körper vor Umwelteinflüssen, wie Krankheitserregern, Sonnenstrahlen und Verletzungen.

Wie ist die Haut aufgebaut?

Damit die Haut mehrere lebenswichtige Aufgaben erfüllen kann, ist sie optimal aufgebaut. Allgemein wird die Haut in drei Schichten unterteilt:

Außerdem enthält die Haut sogenannte Hautanhangsgebilde, wie Haare, Nägel, Talg-, und Schweißdrüsen. Diese befinden sich eingebettet in der Lederhaut.

Die Oberhaut (Epidermis)

Die Oberhaut, ist der oberste Teil der Haut und stellt somit die direkte Abgrenzung zur Umwelt dar. Die Oberhaut ist, mit stellenweise nur 0.1 Millimeter sehr dünn. Je nach Körperregion, besteht sie aus vier bis fünf Schichten mit unterschiedlichen Zelltypen. Die oberste Lage der Epidermis, ist die Hornschicht, welche von Keratinozyten aufgebaut ist. Dadurch das die Hornschicht schnell abgenutzt wird, muss sie ständig von tiefer liegenden Schichten nachgebildet werden. Die unterste Schicht, die Basalmembran, produziert die neuen Keratinozyten, die dann Schicht für Schicht innerhalb von vier Wochen an die Oberfläche wandern und verhornen.

In der Oberhaut, genauer in der Basalmembran, befinden sich zudem die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten), die das Hauptpigment produzieren und so, die Farbe der Haut bestimmen.

Die Lederhaut (Dermis)

Unmittelbar unterhalb der Oberhaut befindet sich die stabile Lederhaut. Sie wird von Bindegewebsfasern, wie Kollagen und Elastin, aufgebaut, die dafür sorgen, dass die Haut fest und zugleich dehnbar ist. In der Lederhaut befindet sich ein Netz aus Blutgefäßen, welches hilft die Haut mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen, zu versorgen. Zudem sorgen die zahlreichen Nervenfasern für eine optimale Tast-, und Druckwahrnehmung. Sie leiten Reize, wie Schmerz, direkt an das Gehirn weiter.

Die Unterhaut (Subcutis)

Die Unterhaut besteht hauptsächlich aus Fettzellen, die durch lockeres Bindegewebe miteinander verbunden sind. Außerdem liegen weitere Blut-, und Lymphgefäße, sowie Nervenzellen in dieser Schicht. Die in der Unterhaut liegenden Fettzellen dienen als Isolierschicht und bieten so Schutz vor Kälte und Hitze.

Unterschied Haut und Schleimhaut

Die Haut ist die äußerste Schutzhülle und grenzt so den Körper zur Umwelt ab. Schleimhäute schützen uns vor gefährlichen Soffen, indem sie die Innenseite von Organen überziehen. Im Gegensatz zu Haut, besitzen Schleimhäute weder Haare, noch eine Hornschicht. Außerdem sind Schleimhäute feucht und produzieren Schleim, um so die Organe zu schützen.

Funktionen der Haut

In erster Linie fungiert die Haut als Barrierezone zur Umwelt, um uns vor jeglichen Einflüssen zu schützen. Neben dieser Funktion, hat sie aber noch weitere Aufgaben:

Die Haut zusammengefasst:

die Oberhaut (Epidermis)
  • Grenze zur Umwelt
  • Schutzschild
  • ständige Erneuerung der Zellen
  • Gefäßlose Schicht
die Lederhaut (Dermis)
  • Zahlreiche Nervenfasern und Blutgefäße
  • Sorgt für Stabilität und Elastizität
  • Temperaturregelung
die Unterhaut (Subcutis)
  • besteht aus lockerem Bindegewebe und Fettzellen
  • dient als Energiespeicher und Isolierschicht

Hautkrankheiten

Viele Menschen sind im Laufe ihres Lebens von Hauterkrankungen betroffen. Dabei kann es sich um eine harmlose Verletzung, aber auch um eine chronische Krankheit handeln. Folgend finden Sie fünf häufige Hauterkrankungen zusammengefasst:

Abszess: Ein Abszess beschreibt einen mit Eiter gefüllten Hohlraum im Gewebe. Ursachen sind häufig Bakterien oder andere Auslöser, die mit einer Infektion einhergehen. Zur Behandlung eines Abszesses gehören die Öffnung des Abszesses durch einen Arzt oder aber auch schlichtweg die Ruhigstellung der betroffenen Körperregion.

Akne: Akne ist die am häufigsten vorkommende Hautkrankheit. Besonders Jugendliche in der Pubertät sind betroffen. Akne ruft häufig Hautveränderungen hervor, wie zum Beispiel Pickel, Pusteln und Mitesser. Sehr häufig klingt Akne von selbst wieder ab. Wenn nicht, sollte ein Arzt, zur etwaigen medikamentösen Behandlung, um Rat gefragt werden.

Neurodermitis: Neurodermitis ist eine in Schüben auftretende, nicht ansteckende, entzündliche Hautkrankheit. Symptome sind oft starker Juckreiz am ganzen Körper und trockene Haut. Die Auslöser sind unterschiedlich und können von Kleidung oder Nahrungsunverträglichkeiten, bis hin zu hormonellen Veränderungen reichen. Möglichkeiten zur Behandlung können sein: Lichttherapie, Medikamente, Klimatherapie.

Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs): Beim maligne Melanom handelt es sich um einen bösartigen und sehr aggressiven Hauttumor. Er ist deshalb gefährlich, da er schon in sehr frühen Stadien Metastasen bildet. Wichtig ist also eine Früherkennung, um den Tumor vollständig operativ entfernen zu können. Ratsam ist es ein regelmäßiger Arztbesuch bei der Hautärztin/arzt.

Schuppenflechte (Psoriasis): Schuppenflechte, oder auch Psoriasis genannt, ist eine entzündliche, weit verbreitete Krankheit der Haut. Charakteristisch für die Krankheit sind abgegrenzte, rote, juckende Hautareale, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind. Momentan gibt es keine Heilung der Krankheit. Die Behandlung zielt lediglich darauf ab Symptome zu lindern. Die Behandlungspalette umfasst entzündungshemmende Cremen und Salben, Ernährungsanpassung und Entspannungstechniken.

Quellen:
Tortora, G.J. & Derrickson, B.H.: Anatomie und Physiologie, Wiley-Blackwell 2006

Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms. Langversion 2.0 – Juli 2016

Darreichungsformen und Packungsgrößen

Hametum®S Creme: 50g, 100g

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