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Entstehung von Magenproblemen durch Stress

Wenn sich Stress auf den Magen schlägt, können durch ihn verschiedene Probleme entstehen. Ist die schützende Magenschleimhaut durch eine belastende Lebensweisen angegriffen, können die Beschwerden von Schmerzen und Sodbrennen über Völlegefühl bis hin zu chronischen Entzündungen des Magens reichen.

Alleine 15.528 stationäre Spitalsaufenthalte gab es im Jahr 2018 in österreichischen Akutkrankenanstalten aufgrund von Magenkrankheiten und Erkrankungen des Zwölffingerdarms. Wie viele dieser Magenerkrankungen letztlich auf Stress zurückgeführt werden können, ist dabei nicht erhoben. Fest steht jedoch: Stress kann sich gehörig auf den Magen schlagen und sich auf das gesamte Verdauungssystem negativ auswirken.

Psychosomatik: Probleme im Magen-Darm-Trakt ohne organische Ursache

Der Fachbereich der Psychosomatik beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Frage, welchen Einfluss die Psyche auf das Entstehen von Erkrankungen hat. Besonders bei Beschwerden, für die keine organische Ursache gefunden wird, erhält der Forschungsbereich zunehmende Bedeutung. Dass sich die Psyche auf den Körper auswirken kann, wird bereits in unserer Alltagssprache deutlich:

Dass diese oder ähnliche Redewendungen, die einen direkten Zusammenhang zwischen emotionalem Erleben und körperlichen Beschwerden herstellen, wohl fast jedem bekannt sind, kommt nicht von ungefähr. Denn gerade unser Magen-Darm-Trakt reagiert äußerst sensibel auf unser seelisches Gleichgewicht und das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man sich einen speziellen Fachbereich der Neurologie ansieht: die sogenannte Neurogastroenterologie.

Das Bauchhirn als wichtiger Teil des Nervensystems

Die Neurogastroenterologie ist ein Forschungsgebiet das sich damit beschäftigt, wie sich Probleme auf der sogenannten Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse und im enterischen Nervensystem (ENS) auf den Magen-Darm-Trakt auswirken.

Und dieser Teil unseres Nervensystems wird umgangssprachlich auch „Bauchhirn“ genannt, weil es ein eigenes Nervensystem im Magen-Darm-Trakt darstellt. Das Bauchhirn kann damit als eine Art von Verbindung zwischen unserem tatsächlichen Gehirn und unserem Bauch verstanden werden, die dadurch miteinander kommunizieren. Kein Wunder also, dass bei quälender Aufregung, Unruhe oder Angst manche Menschen mit Durchfall oder Magenschmerzen reagieren. So wird nachvollziehbar, wie unsere Emotionen unser körperliches Empfinden beeinflussen können und warum sich Forscher zum Beispiel auch mit der Frage beschäftigen, wie sich ein Ungleichgewicht von wichtigen Darmbakterien negativ auf Gefühle auswirken kann.

Auswirkungen von Stress auf den Organismus

Stress ist prinzipiell eine unwillkürliche Reaktion des Körpers, die mit einer Vielzahl an ausgeklügelten Reaktionen einhergeht und mit der sich der Mensch auf das Reagieren in bedrohlichen Situationen blitzschnell einstellt: „Kampf oder Flucht“ – heißt der Modus, der schon unseren Vorfahren beim Anblick von gefährlichen Tieren oder ähnlichem das Überleben gesichert hat. Im Falle einer drohenden Gefahr ist die körperliche Stressreaktion also eine überlebenswichtige Funktion unseres Organismus.

Als Bedrohungen können heute aber auch eine ständig zu volle Terminliste, ein brüllender Chef, andauernder Zeitdruck oder die konstant nagenden Sorgen um die Kinder empfunden werden. Gibt es im Alltag keine ausreichenden Phasen der Entspannung mehr, so reagiert der Organismus beispielsweise mit konstant erhöhtem Blutdruck oder einer ständig zu hohen Herzfrequenz, was wiederum das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und sich ungünstig auf den Blutzuckerspiegel auswirken kann. Vor allem im Magen zeigt sich zu viel Stress oft deutlich.

Probleme im Magen: Mögliche Symptome und Ursachen

Stresshormone setzen bestimmte Verdauungsenzyme frei, welche die Durchblutung der Magen-Darm-Organe verringert, die Bewegungen dieses Traktes beeinflusst und unter anderem die Produktion schützender Schleimstoffe reduziert. Wenn die Magenschleimhaut beeinträchtig ist, kann sie von der Magensäure angegriffen werden, wodurch ein entzündlicher Prozess in Gang kommen kann. Man spricht dann von einer akuten Gastritis. Zu deren Hauptsymptomen gehören:

Aber auch, wenn organisch alles in Ordnung ist, kann es zu den oben genannten Beschwerden und Symptomen im Magen kommen. Mediziner sprechen hier von einem sogenannten Reizmagen. Ähnlich wie beim Reizdarm diagnostizieren Ärzte einen Reizmagen dann, wenn alle bekannten organischen Ursachen ausgeschlossen sind und die Beschwerden wiederkehrend länger als drei Monate mindestens dreimal in der Woche auftauchen. Stress wird als einer der wichtigen Faktor bei der Entstehung des Reizmagens gehandelt. Aber auch ein Ungleichgewicht der Darmflora gilt als möglicher Grund, einen Reizmagen zu entwickeln.

Weitere Verdauungsprobleme, die aufgrund von Stress entstehen können

Anhaltender Stress kann sich, wie erwähnt, insgesamt destruktiv auf die Peristaltik (Darmbewegung) auswirkt und die Durchblutung des gesamten Magen-Darm-Trakts dauerhaft verschlechtern. Daher kann Stress neben den Problemen im Magen auch für weitere Verdauungsbeschwerden verantwortlich sein. Zum Beispiel:

Was tun gegen stressbedingte Magenprobleme?

Stress reduzieren Wenn Stress ein Grund für Ihre Magenprobleme ist, ist es naheliegend, dass Sie an Ihrer Belastung etwas ändern und den äußeren Druck reduzieren sollten. Ist dies nicht möglich, ist es wichtig, sich zumindest bewusste Momente der Entspannung zu ermöglichen, um den Stress abzubauen. Oft ist es aber nicht nur äußerer Zeitdruck, sondern auch eine ständige innere Unruhe, die zu permanentem Stress führt. Hier können ebenso Entspannungsübungen helfen, oder Sie setzen auf hilfreiche Pflanzen (siehe weiter unten).
Ernährung anpassen Ist der Magen bereits gereizt, hilft es, ihn nicht noch zusätzlich mit schwer verdaulicher Kost zu fordern. Setzen Sie bei Magenproblemen auf möglichst schonende, leichte Kost
Wärme In manchen Fällen kann eine Wärmflasche helfen, um Druckgefühle oder Schmerzen im Oberbauch zu lindern.
Viel Trinken Viel zu trinken, kann gerade bei saurem Aufstoßen durch Stress hilfreich sein. Aber Achtung: Bitte keine kohlensäurehaltigen Getränke! Lieber auf stilles Wasser und am besten auf den Magen beruhigende Tees wie Kamille setzen.
Pflanzen nutzen Gerade wenn es um erhöhte Phasen von Stress geht, kann es hilfreich sein, das Übel an der Wurzel zu packen und auf heilsame Pflanzenkraft zu setzen, noch bevor sich der Stress oder die innere Unruhe negativ auf den Körper auswirken. Die Passionsblume hilft, innere Anspannung zu reduzieren und entspannter durch den Tag und durch die Nacht zu kommen. Der Rosenwurz ist beispielsweise ein Kraut, das gegen Stress und für mehr Energie eingesetzt werden kann.
Genussmittel meiden Ist Ihr Magen-Darm-Trakt aufgrund von Stress bereits in Aufruhr, so sollten Sie auf Kaffee, Alkohol, saure und kohlensäurehaltige Getränke sowie auf Zigaretten jedenfalls verzichten, um Ihrem Magen wieder Zeit zur Regeneration zu bieten.
Darmflora unterstützen Eine gesunde Darmflora unterstützt Sie dabei, Ihr Verdauungssystem fit  und somit auch in fordernden Zeiten in Balance zu halten. Die Mikrobiologie kann hierbei sehr hilfreich sein.

In allen Fällen gilt: Auch wenn Sie die Ursache Ihrer Magenprobleme mit dem Stress zu kennen glauben, ist es unerlässlich, dass Sie einen Arzt aufsuchen, um Ihre Magenbeschwerden abklären und gegebenenfalls behandeln zu lassen. Denn die Symptome von bestimmen Magenproblemen können ansonsten chronisch werden oder zu ernstzunehmenden Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts führen.

Quellen:

Jahrbuch der Gesundheitsstatistik 2018 – Statistik Austria

Dr. Verena Ruß, Magenprobleme – Schleimhaut im Stress, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-222015/schleimhaut-im-stress/ (abgerufen am 23.09.2020)

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