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Gastritis: Entzündung der Magenschleimhaut

Völlegefühl, Druck in der Magengegend, Übelkeit, Sodbrennen, Blähungen oder sogar Durchfall. All diese Beschwerden können Symptome einer Gastritis sein. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Magenschleimhaut, die sowohl chronisch verlaufen, als auch ganz akut auftauchen kann.

Wenn es zu Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit oder Sodbrennen in Verbindung mit einem zunehmenden Völlegefühl kommt, denken manche Menschen daran, vielleicht etwas gegessen zu haben, dass sie nicht vertragen und tun die Beschwerden voreilig ab. Halten diese Symptome jedoch an, sollten Sie in Erwägung ziehen, dass Sie womöglich von einer Entzündung der Magenschleimhaut – der Gastritis – betroffen sind. 

Was genau ist eine Gastritis? 

Von einer Gastritis spricht man dann, wenn sich die Magenschleimhaut entzündet und dadurch Schaden genommen hat. Im Normalfall ist der menschliche Magen durch die intakte Magenschleimhaut vor der Magensäure geschützt. Wenn diese durch die unterstehenden Faktoren allerdings entzündet ist, kann dadurch eine Gastritis entstehen. Diese kann entweder unkompliziert nur einen kleinen Bereich des Magens betreffen oder aber den Magen tiefergehend angreifen. Die Folgen können ernst sein. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Magenschleimhautentzündung.

Akute Gastritis 

Bei der akuten Gastritis setzen die untenstehenden Beschwerden oft recht rasch ein. Sie wird häufig durch bestimmte Substanzen wie Medikamente oder zu viel Alkohol ausgelöst und dauert nur einige Tage. 

Chronische Gastritis 

Dauert die Magenschleimhautentzündung über einen Zeitraum von Wochen oder gar Monaten an und wird damit dauerhaft, so spricht man von der chronischen Gastritis. Die chronische Gastritis verläuft vielfach unbemerkt, worin auch ihre Gefahr liegt, denn zu den Folgen können weitreichende Schädigungen der Magenschleimhaut zählen. Diese können wiederum je nach Typ der chronischen Gastritis zu Magengeschwüren, Eisenmangel und Blutarmut führen. Die chronische Gastritis wird nach der sogenannten Sydney-Klassifikation in drei Typen eingeteilt.

Typ A Gastritis Autoimmungastritis – Dieser Typ der Gastritis ist eine eher seltene Form der Magenschleimhautentzündung.
Typ B Gastritis Bakterielle Gastritis – Wie der Name schon sagt, entsteht diese Form der chronischen Gastritis durch Bakterien. Genauer gesagt durch das Bakterium Helicobacter pylori.
Typ C Gastritis Chemische Gastritis – Sie entsteht beispielsweise durch die Einnahme bestimmter Medikamente, zu denen auch einige Schmerzmittel gehören.

Anzeichen, Symptome und Beschwerden bei einer Gastritis 

Während, wie oben beschrieben, die chronische Gastritis häufig unbemerkt verläuft, so ist eine Akut-Gastritis für die meisten Menschen mit deutlichen Beschwerden verbunden. Wenn Sie die folgenden Symptome und Anzeichen bemerken, könnte dies – neben anderen Problemen des Magen-Darm-Trakts – auch ein Hinweis auf eine Entzündung der Magenschleimhaut sein.

Entstehung der akuten Gastritis – Risikofaktoren 

Während die unterschiedlichen Faktoren für das Entstehen einer chronischen Gastritis bereits oben bei den verschiedenen Typen beschrieben wurde, sind es die folgenden Auslöser, die bei der Entstehung einer akuten Gastritis infrage kommen können:

Alkohol und Nikotin Laut Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat nicht nur ein bestimmtes Maß an Alkohol sondern auch das Rauchen einen wesentlichen Einfluss auf die Gastritis-Entstehung.
Stress Sowohl körperlicher Stress – wie etwa bei großen Operationen oder einer Langzeitbeatmung – als auch emotionaler Stress können eine Gastritis auslösen. 
Reizende Lebensmittel Bestimmte scharfe Gewürze, Kohlensäure, aber auch Kaffee werden zum Beispiel zu den magenreizenden Lebensmittel gezählt. Zu viel von diesen Lebensmitteln kann Gastritis begünstigen.
Bakterien Eine Salmonellenvergiftung – so wie auch eine Lebensmittelvergiftung durch andere Bakterien – kann eine akute Gastritis hervorrufen.
Medikamente Entzündungshemmende, schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente können neben anderen Arzneimitteln bei unsachgemäßem, zu häufigem oder gewissenlosem Umgang eine Gastritis verursachen.
Außeneinwirkung Fremdkörper, Magensonden oder eine Verätzung des Magens können als äußere Reize für die Entstehung von Gastritis ursächlich sein.

Verlauf und Prognose: So lang dauert eine akute Gastritis 

Bei einer akuten Gastritis ist die Prognose häufig günstig, wenn sie durch Substanzen ausgelöst wurde, auf die Betroffene schlicht verzichten können. So kann es je nach auslösender Ursache sein, dass sich durch den Verzicht auf Alkohol, Nikotin und bestimmte Lebensmittel oder durch eine Reduktion von Stress die Magenschleimhaut rasch erholt und die Gastritis-Symptome bereits nach einigen wenigen Tagen abgeklungen sind. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine ärztliche Untersuchung und Behandlung angeraten. Dies ist wichtig, denn neben der an sich günstigen Prognose für eine akute Gastritis kann sie in schweren Fällen auch zu lebensgefährlichen Magenblutungen führen. 

Diagnose & Behandlung der Gastritis 

Heilt eine akute Gastritis nicht nach kurzer Zeit von selbst wieder, so ist also ärztlicher Rat einzuholen. Der Arzt wird eine genaue Diagnose stellen. Zu diesem Zweck wird er ein Anamnesegespräch führen, in dem er Sie genau zu Ihren Symptomen sowie zu den aktuell von Ihnen eingenommenen Medikamenten befragt. Anschließend hört er eventuell Ihren Bauch ab und untersucht ihn durch Tasten und Klopfen. Es kann auch sein, dass sich der Arzt mittels einer Magenspiegelung oder einer Biopsie, bei der Gewebe aus dem Magen entnommen wird, ein umfassenderes Bild von der Art der Gastritis machen möchte. Stehen Bakterien im Verdacht, kann auch durch verschiedene Möglichkeiten, wie z. B. eine Stuhlprobe, auf die Erreger untersucht werden.

Je nach Ausprägung der akuten Gastritis können folgende Maßnahmen in der Behandlung ergriffen werden:

Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sowie Kontrollen sind vor allem bei chronischer Gastritis für Betroffene von großer Wichtigkeit. 

Bedeutung von Kümmel und Pfefferminze in der Behandlung

Bei der Linderung von Symptomen wie Völlegefühl und Blähungen kommt zwei bestimmten Pflanzen eine sehr große Bedeutung zu: dem Kümmel und der Pfefferminze. Beide Pflanzen sind bekannt dafür, dass sie auf natürliche Weise das Verdauungssystem unterstützen – sofern ihre Wirkstoffe in der hochdosierten und speziell kombinierten Form medizinischer Öle eingenommen werden. Bewährt hat sich hier beispielsweise ein pflanzliches Arzneimittel, das bei funktionellen Magen-Darm-Störungen eigesetzt wird.

Quellen:

Gastritis: Auswirkungen & Komplikationen (abgerufen am 29.12.2020)

Gastritis, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (abgerufen am 29.12.2020)

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