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Gaspan – © Schwabe

Blähbauch: Wie er entsteht und was Sie dagegen tun können

Neben Sodbrennen, Beschwerden des Magens, Völlegefühl, Durchfall oder einer gestörten Darmflora gehört der Blähbauch (Meteorismus) zu den besonders unangenehmen Verdauungsbeschwerden. Doch was verursacht einen aufgeblähten Bauch eigentlich? Die folgenden Tipps können Sie bei Problemen mit einem Blähbauch anwenden.

Während des Verdauungsvorganges entstehen aufgrund der Zersetzung der Nahrung Gase. Diese Blähungen sind damit kein Krankheitssymptom, sondern ein ganz natürlicher Teil des Prozesses unserer Verdauung. Als Flatulenzen entweichen sie gewöhnlich über den After. Werden die Gase allerdings zurückgehalten oder sorgen andere Gründe für einen aufgeblähten Bauch, kann es zu einem teils schmerzhaften Blähbauch kommen.

Was versteht man unter einem Blähbauch?

Von einem Blähbauch – medizinisch auch Meteorismus genannt – spricht man dann, wenn es sich um eine störende und schmerzhafte Gasansammlung im Bereich des Verdauungstraktes handelt. Von dieser vermehrten Luft im Bauch ist zumeist der Bereich des Dickdarms betroffen. Ein Blähbauch ist dabei keine unangenehme Einbildung, sondern ein für Betroffene meist nicht nur schmerzhaftes, sondern auch mit Scham behaftetes und deutlich sichtbares Thema.

Die unerwünschte Gasansammlung im Bauch kann den Bauch beispielsweise so deutlich aufblähen, dass der Bauch beinahe wie bei einer Schwangerschaft aussieht. Dabei wird deutlich, wieso ein ausgeprägter Blähbauch selbst das Tragen von an sich passender Kleidung zu einer Qual werden lassen und die Lebensqualität spürbar einschränken kann.

Symptome des Blähbauchs

Neben dem sichtbar aufgeblähten Bauch, der regelrecht kugelförmig wirkt, gehen mit einem Blähbauch häufig weitere Symptome einher. Zu den Blähbauch-Symptomen bzw. zu den Beschwerden, die mit einem Blähbauch einhergehen können, gehören im Überblick:

7 Ursachen: So entsteht ein Blähbauch

Für einen Blähbauch kann es ganz verschiedene Ursachen geben. Sie reichen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten über hormonelle Schwankungen bis hin zur Fettleber. Hier lesen Sie besonders häufige Gründe für den Blähbauch:

Blähbauch-Ursache 1: Ernährung

Viele Menschen sind von einem Blähbauch nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel betroffen. Auch kohlensäurehaltige Getränke können einen aufgeblähten Bauch verursachen. Wer nach dem Essen häufig von einem Blähbauch betroffen ist, sollte überprüfen, ob die folgenden, teilweise als stark blähend geltenden Lebensmittel häufig verzehrt werden:

Blähbauch-Ursache 2: Psychische Gründe

Emotionale Belastungen, allen voran der Stress, wirken sich nicht nur auf unsere Psyche aus, sondern können sich durchaus auch ungünstig für unseren Körper erweisen. So kann Stress beispielsweise Magenprobleme auslösen oder ganz allgemein für Verdauungsbeschwerden und einen Blähbauch sorgen. Durch anhaltenden Stress kommt es nämlich häufig zu hastigem, schlingendem Essen zwischendurch. Gerade durch hastige Nahrungsaufnahme wir noch mehr Luft beim Essen geschluckt, als dies normalerweise bereits der Fall ist, wodurch das Risiko für einen Blähbauch erhöht wird.

Blähbauch-Ursache 3: Aufgeblähter Bauch

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können ebenso als Ursache hinter einem häufigen Blähbauch liegen. Bei der Unverträglichkeit gegen Gluten, also der Zöliakie, hat sich beispielsweise laut der S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten herausgestellt, dass 75 Prozent der untersuchten Zöliakiepatienten vor der Diagnosestellung nicht nur von Bauchschmerzen, sondern eben auch von Blähungen betroffen waren. Es gibt allerdings viele weitere Unverträglichkeiten, die hinter einem Blähbauch stecken können. Wenn Sie häufig einen aufgeblähten Bauch haben, kann es sich also lohnen, potenzielle Unverträglichkeiten auszutesten.

Blähbauch-Ursache 4: Reizdarm und Reizmagen

Sowohl der Reizmagen als auch das Reizdarmsyndrom können oftmals die Ursache für einen immer wiederkehrenden Blähbauch bzw. Meteorismus sein. Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten gibt sogar an, dass Meteorismus bei den Betroffenen zu jenen Beschwerden gehört, die sie am meisten beeinträchtigen. Bei manchen Reizdarm-Betroffenen sind Blähbeschwerden sogar die einzigen Symptome, die vorhanden sind.

Blähbauch-Ursache 5: Gestörte Darmflora

Ist die Darmflora gestört, etwa durch eine Fehlbesiedelung von Bakterien, wirkt sich das bei einigen Menschen unter anderem in Form eines Blähbauchs aus. Aber auch Probleme mit Verstopfungen und bestimmte Magen-Darm-Infekte können ursächlich an einem Blähbauch beteiligt sein. Apropos Darm: Eine verlangsamte Darmbewegung kann ebenso der Grund dafür sein, warum Menschen von einem Blähbauch betroffen sind. Diesbezüglich wird auch deutlich, warum allgemeiner Bewegungsmangel im Hinblick auf einen Blähbauch ungünstig ist: Denn wenn der Organismus an sich träge ist und kaum bewegt wird, wird auch der Darm träge und seine für die Verdauung wichtigen Bewegungen nehmen ab.

Blähbauch-Ursache 6: Hormone und Schwangerschaft

Bei Frauen gibt es im Hinblick auf den weiblichen Zyklus einige weitere Gründe zu nennen, die für einen Blähbauch ursächlich sein können. So kann sowohl die hormonelle Veränderung rund um den Eisprung als auch das prämenstruelle Syndrom (PMS) einige Tage vor dem Einsetzen der monatlichen Periode zu einem Blähbauch führen. Auch in der Schwangerschaft erleben viele Frauen eine stärkere Neigung zum Blähbauch. Maßgeblich verantwortlich dafür ist das Hormon Progesteron, dessen Aufgabe es ist, die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts zu entspannen, damit die Gebärmutter Platz hat, um sich auszudehnen. Die hierfür wichtige Entspannung der Magen-Darm-Muskulatur führt allerdings auch zu einer trägeren Darmbewegung. (Siehe auch Informationen zum trägen Darm in Punkt 5)

Blähbauch-Ursache 7: Schlaffe Bauchmuskulatur

Tatsächlich kann einem rasch entstehenden Blähbauch auch eine gering ausgeprägte oder mangelnde Bauchmuskulatur zugrunde liegen. Sind die Bauchmuskeln schlaff, so kann sich der Bauch schnell vergrößern, sobald es in ihm zu Gasansammlungen kommt.

Ist ein Blähbauch gefährlich?

Ob ein Blähbauch gefährlich werden kann, hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. In den allermeisten Fällen sind die Auslöser harmloser Natur, allerdings können auch schwerwiegende und gefährliche Erkrankungen zu einem Blähbauch führen. Auch medizinische Notfälle, wie etwa ein Darmverschluss, können in Kombination mit erheblichen Schmerzen einen hart aufgeblähten Bauch verursachen. Sollten zum Blähbauch also starke Schmerzen kommen oder wenn Ihr Bauch ständig aufgebläht ist und diese Blähungen mit weiteren Ungewöhnlichkeiten – wie etwa beim Stuhlgang – einhergehen, sollten Sie Ihre Symptome jedenfalls ärztlich abklären lassen.

Rasche Hilfe, Vorbeugung und Tipps: Was tun gegen Blähbauch?

Bei einem akut aufgeblähten Bauch können Sie einige Maßnahmen treffen, um Abhilfe zu schaffen. Dazu gehören folgende Tipps:

Zusammenfassung: Alles über den Blähbauch

Sie sind von einem Blähbauch betroffen? Hier finden Sie einen raschen Überblick, was Sie zu diesem Thema wissen sollten:

Was ist ein Blähbauch? Eine störende Gasansammlung im Bauchbereich, die Schmerzen verursacht und den Bauchumfang vergrößert.
Symptome des Blähbauchs Die Symptome bei einem Blähbauch reichen von einem kugelförmig aufgeblähten Bauch über krampfartige Bauchschmerzen bis hin zu Engegefühl durch Kleidung, Völlegefühl und blubbernden Darmgeräuschen.
Ursachen und Gründe für den Blähbauch

Es gibt sehr viele, zumeist harmlose Gründe für einen Blähbauch. Ursächlich verantwortlich für einen aufgeblähten Bauch können unter anderem sowohl Ernährungsgewohnheiten, Unverträglichkeiten, psychische Gründe, ein Reizdarmsyndrom, eine gestörte Darmflora oder hormonelle Schwankungen sein.

Blähbauch: gefährlich? Hinter einem Blähbauch stecken selten gefährliche Ursachen. Bei anhaltenden, zusätzlichen Verdauungsbeschwerden sollte allerdings ärztlicher Rat eingeholt werden. Geht der Blähbauch mit sehr starken Schmerzen einher, kann mit einem Darmverschluss auch ein medizinischer Notfall ursächlich sein.
Was tun gegen einen Blähbauch? Bei akuten Blähbauch-Beschwerden können Bauchmassagen im Uhrzeigersinn, Wärmflaschen, Bewegung, Tees und bestimmte pflanzliche Arzneimittel – zum Beispiel mit Kümmel- und Pfefferminzöl – Linderung bringen. Vorbeugend können Sie auf stark blähende Lebensmittel verzichten und auf langsames Essen setzen.

 

Quelle:

S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (abgerufen am 10.03.2021)

Darreichungsform und Packungsgrößen

Gaspan® 90 mg/50 mg magensaftresistente Weichkapseln: 14 Stk., 42 Stk.

 

Gebrauchsinformation

Kapseln zum Einnehmen. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

 

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