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Aktualisiert: 27.05.2025

Darm: Funktion und Darmgesundheit

Wussten Sie das der Darm 4mal länger als Ihr Körper ist? Der Darm, das größte innere Organ, beginnt beim Magen und reicht bis zum After. Er ist der wichtigste Abschnitt des Verdauungssystems des Menschen und erfüllt daneben  noch zahlreiche weitere Funktionen. Bei einem Ungleichgewicht kann es zu Darmproblemen, wie z.B. Reizdarm oder Durchfall kommen. Die Darmflora unterstützt mit ihren vielfältigen Aufgaben den Darm bei seiner Tätigkeit.

Darm: Aufbau, Funktion und Erkrankungen - © nerthuz/stock.adobe.com
Darm: Aufbau, Funktion und Erkrankungen - © nerthuz/stock.adobe.com

Aufbau des Darms

Das größte Organ des Menschen, der Darm, wird bis zu 8 Meter lang, wobei ca. 6 Meter auf den Dünn- und ca. 2 Meter auf den Dickdarm entfallen. Er übernimmt die Hauptarbeit beim menschlichen Verdauungsprozess und reicht vom Magenpförtner (Pylorus) bis zum After (Anus).

Der Darm untergliedert sich in Dünn- und Dickdarm wobei diese ihrerseits wieder in weitere Abschnitte untergliedert werden:

  • Dünndarm: besteht aus Zwölffingerdarm(Duodenum), Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum)
  • Dickdarm: besteht aus Blinddarm (Zäkum) mit Wurmfortsatz, Grimmdarm (Kolon) und Mastdarm (Rektum) mit After

Funktion des Darms

Neben der Verdauung erfüllt der Darm noch folgende weitere Aufgaben:

  • Nährstoffaufnahme
  • Regulation des Wasserhaushaltes
  • Abwehr von Krankheitserregern
  • Produktion von Hormonen

Jeder Teilbereich des Darms erfüllt hierbei seine bestimmten Funktionen:

Dünndarm Verdauungsenzyme im Dünndarm zerlegen die Nahrung in ihre Einzelbestandteile, wie Fette und Eiweiße, welche ins Blut weitergeleitet werden. Diese Nährstoffe werden dann über die Darmschleimhaut aufgenommen. Unverdauliche Nahrung wird in den Dickdarm transportiert.
Dickdarm Die Nahrung, die vom Körper nicht aufgenommen und verwertet werden kann, wird durch wellenförmige Bewegungen bis zum After transportiert. Dabei wird dem Speisebrei (= Stuhl) Wasser entzogen wodurch er eingedickt wird. Schleim im Stuhl macht ihn jedoch gleitfähig. Des Weiteren unterstützt der Dickdarm bei der Abwehr von Krankheitserregern und sorgt für die Produktion und Aufnahme von Vitaminen.

Der gesamte Verdauungsprozess, von Mundhöhle, Speiseröhre, Magen, Dünn- und abschließend Dickdarm, ist in ca. 3 Tagen abgeschlossen.

Interessant zur einwandfreien Funktion des Darms ist auch das Thema der Motilität. Dabei geht es um die Bewegungsfähigkeit des Darms (Darmmotilität) und das Muster seiner Bewegungen (Peristaltik): Hier erfahren Sie mehr über die Motilität.

Darmbeschwerden und Darmerkrankungen im Überblick

Der Darm erfüllt zahlreiche wichtige Aufgaben und hierbei kann es immer wieder zu Störungen durch verschiedenste Einflüsse kommen, die u.a. folgende Probleme verursachen:

  • Reizdarm: Hierbei handelt es sich um Erkrankungen des Verdauungssystems ohne organische Ursache mit Symptomen, wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.
  • Magen-Darm-Grippe: Eine Magen-Darm-Grippe ist eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts, welche durch eine Infektion mit Krankheitserregern (Viren und Bakterien) ausgelöst wurde.
  • Durchfall: Bei übermäßig häufigen Stuhlentleerungen mit breiigem bis dünnflüssigen Stuhl spricht man von Durchfall.
  • Verstopfung: Betroffene haben bei Verstopfung seltener, jedoch schmerzhafteren Stuhlgang, da die Stuhlkonsistenz meist hart ist.
  • Blähungen: Das sind übermäßige Gasansammlungen im Darm, die beim Verdauungsprozess entstehen können. Es gibt 2 Arten von Blähungen – Flatulenzen und Blähbauch.
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Die häufigsten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa mit anhaltenden Bauchschmerzen und Durchfall.
  • Zöliakie: Eine Darmerkrankung bei der eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit gegenüber Gluten vorliegt.
  • Hämorrhoiden: Dabei handelt es sich um Gefäßpolster zwischen Mastdarm und Analkanal.
  • Divertikulitis: Das ist eine Entzündung der Ausbuchtungen in der Darmschleimhaut, den sogenannten Divertikeln.
  • Polypen: Darunter versteht man zumeist gutartige Vorwölbungen der Schleimhaut, die jedoch unentdeckt auch zu Krebs führen können.
  • Darmkrebs: Wenn man an Darmkrebs erkrankt, handelt es sich zumeist um einen bösartigen Tumor des Dickdarms. Der Dünndarm ist davon eher selten betroffen.

Darmgesundheit

Der Darm hat großen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Daher ist ein gesunder Darm sehr wichtig, denn er verhindert v.a. die Aufnahme von Krankheitserregern und macht so unser Immunsystem widerstandsfähiger. Folgende Tipps können zur Verbesserung ihrer Darmgesundheit führen:

  • Langsames und ballaststoffreiches Essen: Ballaststoffe sind in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüssen enthalten und regen die Verdauung an. Wichtig ist hierbei, dass die Nahrung immer gründlich gekaut wird.
  • Ausreichend Trinken: Fördern Sie Ihre Darmgesundheit mit der Zufuhr von viel Flüssigkeit (optimale Flüssigkeitszufuhr: 2 Liter täglich).
  • Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivitäten, wie Spazierengehen oder Radfahren, regen Ihre Verdauung an. Wichtig ist daher, sich im Alltag ausreichend zu bewegen.
  • Aufbau der Darmflora: Im Darm befinden sich 100 Billionen gute Bakterien. Kommt es jedoch zu einem Ungleichgewicht der Darmbakterien, z.B. durch Antibiotikaeinnahme, ist ein neuerlicher Aufbau der Darmflora erforderlich z.B. mit Hilfe von Probiotika.
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Autoren: Redaktionsteam Schwabe Austria

Disclaimer: Die Informationen auf dieser Website sind keinesfalls ein Ersatz für den persönlichen Besuch bei Arzt, Apotheker oder anderen medizinischen Fachpersonen. Die Gesundheitsartikel sind als Impulse zu verstehen, mit dem Ziel, sich näher mit Themen der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen und entsprechende Unterstützung zu suchen.

Quellen:

Was passiert im Darm? Neues Wissen für mehr Darmgesundheit, J. Scheiderer-Nack, Südwest Verlag, 1. Auflage, München, 2014

Lippert H. Lehrbuch Anatomie. München: Urban und Fischer, 2017