Menu

Das Gehirn – unser komplexes Denkorgan

Unser Gehirn lässt sich grob in 2 Hälften einteilen: der linken und rechten Gehirnhälfte. Jede von ihnen hat eine andere Funktion. Es hat unterschiedliche Aufgaben, so regelt es als Schaltzentrale etwa unsere Bewegungen, unsere Empfindungen oder unser Sprechen. Einige Erkrankungen lassen sich im Gehirn nachweisen, wie etwa Multiple Sklerose, Demenz oder Alzheimer.

Überblick Gehirn

Facts zum Gehirn

Was macht das Gehirn?

Das menschliche Gehirn ist als unsere Steuerzentrale eines der wichtigsten Organe. Es ist Teil unseres zentralen Nervensystems und befindet sich innerhalb des Schädelknochens. Dort ist es von der sogenannten Cerebrospinalflüssigkeit umgeben, die als physischer und immunologischer Schutz dient.  Das Gehirn besteht aus Nervenzellen, die miteinander verknüpft sind, und so Informationen aus der Umgebung aufnehmen, verarbeiten und reagieren können. Als wesentlicher Teil unseres Nervensystems kommen dem Gehirn wichtige Aufgaben zu: Es steuert unsere grundlegenden Überlebensfunktionen wie Herzschlag oder Atmung, ist für unsere Reflexe sowie für unsere Persönlichkeit verantwortlich, verarbeitet unsere Sinneseindrücke und sorgt dafür, dass wir uns konzentrieren und erinnern können.

Aufbau des Gehirns

Das Gehirn lässt sich grob in zwei Hälften unterteilen: in die linke und rechte Gehirnhälfte (Hemisphären), die durch einen Balken miteinander verbunden sind. Des Weiteren wird das Gehirn in fünf funktionelle Areale aufgeteilt:

Das Großhirn: Das Großhirn ist der größte und am höchsten entwickelten Teil des Gehirns. Mit 80% der gesamten Gehirnmasse macht es den Hauptteil des menschlichen Gehirns aus. Seine zwei bis vier Millimeter dicke Rinde besteht aus Furchen und Windungen, welche die Oberfläche stark vergrößert. Das Großhirn lässt sich in 4 weitere Bereiche, die Hirnlappen, gliedern:

Das Kleinhirn: Das Kleinhirn mit seinen 130 bis 140 Gramm ist es wesentlich kleiner im Vergleich zum Großhirn. Es befindet sich direkt unter den Gehirnhälften und oberhalb des Hirnstamms. Dieser Teil unseres Gehirns ist besonders wichtig für das Gleichgewicht.

Das Zwischenhirn: Das Zwischenhirn ist direkt zwischen dem Hirnstamm und dem Großhirn zu finden. Es erfüllt wichtige vegetative Aufgaben, wie Regulierung der Körpertemperatur oder Steuerung von Hunger-, und Durst. Das Zwischenhirn wird in der Medizin in weitere Teilbereiche eingeteilt:

Der Hirnstamm: Der Hirnstamm bildet den evolutionär gesehenen ältesten Teil des Gehirns. Er wird von beiden Gehirnhälften fast vollständig umschlossen und besteht auch Mittelhirn, Medulla oblongata und Brücke. Im Hirnstamm werden überlebenswichtige Funktionen, wie Atmung, Hustenreflex und Erbrechen gesteuert. Bei einer Schädigung des Hirnstamms kann zu schwerwiegenden Folgen, oder sogar zum Tod kommen.

Wie funktioniert das Gehirn?

Damit unser Gehirn verschiedene Leistungen erbringen kann, ist es in Areale mit bestimmten Zellgruppen unterteilt. Jedes dieser Teilbereich ist für spezifische Funktionen zuständig:

Großhirn

Frontallappen Steuerung von Bewegungen und Verhalten
Scheitellappen Empfindungswahrnehmung
Schläfenlappen Sprach-, und Hörzentrum, Gedächtnisbildung
Hinterhauptslappen Verarbeitung visueller Reize

Kleinhirn

Koordination von Bewegungen, Erwerb von Sprache und Regelung des Gleichgewichts

Zwischenhirn

Thalamus Sammelstelle für Sinnesreize (außer Geruchssinn)
Epithalamus Steuerung des Tag-, Nachtrhytmus
Metathalamus Verteilung von auditiven und visuellen Sinnesreizen
Subthalamus Regelung der Grobmotorik
Hypothalamus Zentrale Vermittlungsstelle von Hormon-, und Nervensystem.

Hirnstamm

Steuerung von lebenserhaltenden Funktionen, wie Atmung, Herzfrequenz und Blutdruck. Kontrolle von wichtigen Reflexen (Schlucken, Augenschlag).

 Zu welchen Problemen kann es im Gehirn kommen?

Nicht abzustreiten ist, dass unser Gehirn mit seinen zahlreichen unterschiedlichen, zum Teil lebenswichtigen Aufgaben, ein essenzielles Organ ist. Wenn das Gehirn also durch Erkrankungen oder Verletzungen beeinträchtigt ist, kann dies schwerwiegende Folgen mit sich ziehen. Je nachdem welcher Teil des Gehirns betroffen ist, treten unterschiedliche Symptome und Krankheitsbilder auf. Häufig auftretende Krankheiten und Verletzungen des Gehirns sind folgend zusammengefasst:

Gehirnerschütterung

Gehirnerschütterungen sind sehr häufige Schädel-Hirn-Verletzungen, die meist durch einen Schlag auf den Kopf oder Aufprall, entstehen. Oft kommt es zu Gehirnerschütterungen im Zuge eines Unfalls oder Sturzes. In solchen Situationen wird das Gehirn gegen die Schädelwand von innen gestoßen und es können so vorrübergehende Funktionsstörungen ausgelöst werden. Je nach Schweregrad der Gehirnerschütterung weisen Betroffene unterschiedliche Symptome auf, die von Erinnerungslücken, bis hin zu Kopfschmerzen und Übelkeit reichen. Patienten sollten sich in jedem Fall grundsätzlich ausruhen und einige Tage Bettruhe halten.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall wird durch eine Mangeldurchblutung im Gehirn hervorgerufen, die zu einer Sauerstoffunterversorgung im betroffenen Gehirnareal führt. Für das Gehirn bedeutet zu wenig Sauerstoff das Absterben von Gehirnzellen und die Folge davon können Ausfälle von Gehirnfunktionen sein. Häufig treten Lähmungen, Sprachstörungen oder Muskelschwäche auf. Ein schwerer Schlaganfall kann für Betroffene auch tödlich enden.

Hirnblutungen

Bei Hirnblutungen kommt es aufgrund unterschiedlichster Auslöser zu Blutungen im Gehirn. Oft treten sie ohne Vorwarnung und sehr plötzlich auf. Am häufigsten werden Hirnblutungen durch das Schädel-Hirn-Trauma (unten mehr dazu) infolge eines Aufpralls ausgelöst. Durch den ansteigenden Hirndruck, den solche Blutungen hervorrufen, entstehen unterschiedliche Funktionsstörungen. Je nachdem welche Hirnregion betroffen ist kommt es zu neurologischen Ausfällen, Lähmung und Bewusstseinsminderung.

Schädel-Hirn-Trauma

Beim Schädel-Hirn-Trauma handelt es sich um Schädelverletzungen, bei denen das Gehirn auch beteiligt ist. Die Ursache dafür kann unterschiedlich sein: beispielsweise ein Schlag oder Sturz auf den Kopf. Dabei kann es zu einem Schädelbruch kommen, der zu einem erhöhten Hirndruck führt oder Blutungen auslöst. In Folge kommt es zu einer Schädigung des Gehirngewebes, die je nach Stärke der Verletzung mehr oder weniger ausgeprägt ist.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Hier kommt es zu Entzündungen von Nervenstrukturen und dies kann unterschiedliche Symptome zur Folge haben. Die Krankheit schreitet schubartig voran und häufige Anzeichen dieser Krankheit sind Gedächtnisstörungen, Lähmung und Bewegungsprobleme. Eine Heilung von Multipler Sklerose gibt es nicht. Jedoch kann dem Fortschreiten der Krankheit mit Medikamenten entgegengewirkt werden.

Demenz

Mit steigendem Alter verlieren wir nach und nach mehr Gehirnzellen auf natürlichem Weg. Bei einer Demenz allerdings ist dieser Prozess aufgrund fortschreitender Erkrankungen des Gehirns beschleunigt. Es kommt zu Vergesslichkeit, Konzentrationsprobleme und Wesensveränderung. Alzheimer ist eines der bekanntesten Demenzformen. Typische Kennzeichen für diese Form ist die Schwierigkeit zu sprechen, Stimmungsschwankungen und Verhaltensänderungen.

Quelle:

Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen, Walter de Gruyter Verlag, 17. Auflage, 2002

Darreichungsformen und Packungsgrößen

Cerebokan® 80mg-Filmtabletten: 30 Stk., 60 Stk.

Cerebokan® 120mg-Filmtabletten: 30 Stk.

 

Gebrauchsinformation

Fachinformation

Tabletten zum Einnehmen. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

Diese Themen könnten Sie interessieren:

Anmeldung Magazin Pflanzlich

Hier können Sie sich für den E-Mail-Versand unseres Magazins Pflanzlich anmelden. Füllen Sie einfach folgendes Feld aus und Sie erhalten die aktuellsten Informationen aus dem Haus der Phytotherapie.

Ja, ich will das Magazin Pflanzlich kostenlos per E-Mail erhalten:

Magazin Pflanzlich 1_2020