Aktualisiert: 27.01.2026
Schlaf verbessern im Alter: So lösen Sie altersbedingte Schlafprobleme
Im Laufe des Lebens verändern sich viele Funktionen des Körpers. Der Schlaf gehört dazu. Das kann zu Schlafstörungen im Alter führen. Was dafür verantwortlich ist und mit welchen Tipps sich der Schlaf auch im Alter verbessern lässt.
Mit zunehmendem Alter klagen immer mehr Menschen über Schlafprobleme. Dazu gehören Einschlafprobleme sowie Durchschlafprobleme. Sowohl die Schlafphasen als auch die Chronotypen – ob man eher zu den Frühaufstehenden oder zu den Nachtschwärmer:innen gehört – verändern sich mit zunehmendem Alter. Bei Senior:innen sind bis zur Hälfte aller Menschen von einer Form der Schlafstörung betroffen. In Österreich ist in den vergangenen Jahren zudem noch eine generelle Zunahme von berichteten Schlafstörungen zu verzeichnen. Die gute Nachricht lautet: Selbst in fortgeschrittenem Lebensalter lässt sich die Schlafqualität verbessern. Denn schlechter Schlaf ist auch im Alter kein unausweichlicher Zustand.
Schlafbedarf nach Alter
Wie viel Schlaf wir pro Nacht benötigen, ist sowohl von individuellen Faktoren und den sogenannten Chronotypen als auch vom Alter abhängig. Babys benötigen generell sehr viel mehr Schlaf als Erwachsene. Im Alter nimmt der Schlafbedarf wiederum etwas ab. Als Durchschnittswerte werden die folgenden Schlafstunden pro Alter empfohlen:
|
Alter |
Mindestzeit an Schlaf in Stunden |
Maximalzeit an Schlaf in Stunden |
|
Neugeborene |
14 |
17 |
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Babys bis 11 Monate |
12 |
15 |
|
Kleinkinder bis 2 Jahre |
11 |
14 |
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Kinder bis 5 Jahre |
10 |
13 |
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Schulkinder bis 13 Jahre |
9 |
11 |
|
Jugendliche bis 17 Jahre |
8 |
10 |
|
Junge Erwachsene bis 25 Jahre |
7 |
9 |
|
Erwachsene bis 64 Jahre |
7 |
9 |
|
Ältere Menschen ab 65 Jahren |
7 |
8 |
Schon in der Tabelle zeigt sich: Im Laufe des Erwachsenenlebens bis zum Senior:innenalter nimmt der Schlafbedarf etwas ab.
So verändert sich der Schlaf im Alter
Veränderungen des Schlafs gehören zur ganz normalen Entwicklung des Älterwerdens. So wie auch andere Funktionen sich im Alter verändern. Manches wird behäbiger, die Leistungsfähigkeit von Körper und kognitiven Fähigkeiten nehmen ab. Dieser natürliche Prozess ist für manche Menschen schwer anzunehmen und er kann individuell äußerst verschieden ablaufen. So normal alterstypische Veränderungen des Schlafes im Alter auch sind, so fließend ist die Grenze zu krankheitswerten Schlafstörungen. Deshalb ist es wichtig, belastende Veränderungen des Schlafes im Alter medizinisch abklären zu lassen.
Dass sich der Schlaf mit zunehmendem Alter verändert, liegt allerdings nicht alleine an degenerativen organischen Prozessen, sondern auch an Veränderungen im Lebensstil von älteren Menschen. Aufgrund von fehlenden Tagesstrukturen, zu wenig Bewegung im Freien (und entsprechendem Mangel an Tageslicht) sowie teils auch durch soziale Isolation gehen viele Senior:innen früher ins Bett als in jüngeren Jahren – und stehen schließlich auch früher auf. Damit verlagern sich die Schlafphasen vor, was bei einigen Menschen mit dem Bedürfnis, länger wach bleiben zu wollen, kollidiert. Es kommt zu einer Veränderung des Tag-Nacht-Rhythmus.: Wer sich um 20 Uhr schlafen legt, wird um 3 oder 4 Uhr Früh wieder wach, wenn man davon ausgeht, dass ältere Menschen im Durchschnitt weiterhin 7 bis 8 Stunden Schlaf benötigen.
Das stört den Schlaf im Alter
Grundsätzlich verändern sich die Tiefschlafphasen mit zunehmendem Alter. Sie werden kürzer und fehlen teils gänzlich. Das führt dazu, dass der Schlaf insgesamt störanfälliger wird und wir im Alter rascher durch z. B. Geräusche oder Harndrang geweckt werden, als wir das von früher kennen. Der Körper reagiert auf Störungen im Schlaf also empfindlicher. Das ist der Grund, warum auch Aspekte, die früher den Schlaf nicht beeinträchtigt haben, nun zum Erwachen führen. Wie etwa Musik aus der Nachbarwohnung, eine unpassende Matratze, ein zu fettiges Abendmahl oder das Schnarchen des Partners. Auch Stress infolge von Konflikten oder Existenz- und Zukunftsängsten kann für die Psyche im Alter belastend sein und das (wieder) Einschlafen erschweren. Manchen älteren Menschen fällt es also nach nächtlichen Störungen schwer, wieder einzuschlafen. Sie sind daher untertags müde und kompensieren den fehlenden Nachtschlaf mit Schlafepisoden untertags. Das reduziert wiederum die Müdigkeit am Abend, das Ein- und Durchschlafen wird erschwert.
Ein weiterer Grund für den schlechten Schlaf älterer Menschen ist das sogenannte Schlafhormon „Melatonin“. In der Nacht ist die Konzentration des Hormons besonders hoch. Es sorgt dafür, dass wir müde werden, beruhigt uns und unterstützt den Schlaf. Der Spiegel dieses Hormons, das der Körper selbst produziert und das den Tag-Nacht-Rhythmus mitbestimmt, ist bei Kindern und Teenagern am höchsten. Je älter wir werden, desto weniger Melatonin produziert unsere Zirbeldrüse (Epiphyse). Im Durchschnitt bildet unter Körper schon mit 60 Jahren nur mehr halb so viel Melatonin wie mit 20 Jahren. Der Mangel an Melatonin im Vergleich zu jungen Menschen kann den Schlaf älterer Menschen störanfälliger machen.
Die häufigsten Fragen
Hier die wichtigsten Fragen darüber, wie sich Schlaf im Alter verändert und worauf man achten könnte.
Wie viele Stunden Schlaf braucht man mit 70 Jahren?
Wie viel Schlaf Menschen ab dem 70. Lebensjahr benötigen hängt von individuellen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Wie die Tabelle oben zeigt, ist der Schlafbedarf älterer Menschen nicht deutlich geringer. Dass ältere Menschen oft weniger Zeit am Stück schlafen, liegt eher an gesundheitlichen Faktoren, an mangelnder Schlafhygiene sowie an dem Umstand, dass sie untertags die Folgen von Schlafmangel anders kompensieren können als erwerbstätige Menschen. Empfehlenswert ist jedenfalls, durchschnittlich nicht weniger als 5 Stunden täglich zu schlafen. Im Mittel schlafen gesunde Menschen über 70 zwischen 6 und 8 Stunden pro Nacht.
Die durchschnittliche Zeit, die Menschen über 70 zum Einschlafen benötigen, liegt bei rund einer halben Stunde. Es gilt als normal, dass der Schlaf von Senior:innen im Alter von Wachphasen unterbrochen ist: insgesamt bis zu zwei Stunden. Als Grundlage für die Frage, ob das „normal“ bzw. gesund ist, gelten für Mediziner:innen keine konkreten Zeitangaben zur Schlaf- bzw. Wachzeit, sondern viel eher, wie fit und erholt sich ältere Menschen während des Tages fühlen oder ob sie über Schlafmangel-Symptome klagen.
Wie viel Tiefschlaf ist für Senior:innen normal?
Mit zunehmendem Alter nehmen die Tiefschlafphasen ab. Der reduzierte Anteil an Tiefschlaf kann erheblich sein. Gelegentlich fehlen die Tiefschlafphasen schon ab dem 60. Lebensjahr vollständig. Entsprechend höher fallen die Leichtschlafphasen bei Älteren aus. Das bedeutet, dass der Schlaf leichter und damit anfälliger für Störungen wird. Das kann zu häufigerem Wachsein in der Nacht sowie zu einem sehr frühen Aufwachen am Morgen führen. Auch Träume nehmen mit der Zeit ab. Obwohl es sich dabei um völlig normale physiologische Prozesse handelt, beschreiben ältere Menschen, dass sie sich in der Früh weniger fit und ausgeschlafen fühlen, da sie den Schlaf als unruhiger und oberflächlicher empfinden.
Hier ist oft der Ausgangspunkt für einen Teufelskreis zu finden. Der als wenig erholsam empfundene Nachtschlaf wird untertags kompensiert. Mit einem ausgedehnten Mittagsschläfchen oder mehreren kleinen Nickerchen zwischendurch. Die Folge: Abends fehlt dann der Schlafdruck – so wird die Müdigkeit in der Fachsprache bezeichnet. Das Einschlafen fällt dadurch schwer. Morgens fühlt man sich wie gerädert und versucht neuerlich, den Schlaf untertags nachzuholen.
Warum ist ausreichender Schlaf so wichtig?
Eine gute Schlafgesundheit ist wichtig für unseren gesamten Körper sowie für unsere Psyche. Denn im Schlaf regenerieren sich unsere Zellen. Wenn wir ausreichend schlafen, laufen im Körper Reparaturprozesse ab, die unter anderem essenziell für das Wohlbefinden, die Verarbeitung von Erlebtem und für unser Immunsystem sind. Die Nacht dient auch dem Abbau von Stress – wir tanken Energie, fördern die Konzentration und das Gedächtnis. Darüber hinaus ist mittlerweile auch die neuroprotektive Wirkung von Schlaf bekannt. Erholsame Nächte sind also auch für unser Gehirn wesentlich und wirken sich damit vermutlich auch auf das Risiko für die Entwicklung von Erkrankungen wie der Demenz aus. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass dauerhaft gestörter Schlaf erhebliche Folgen für Körper und Geist haben kann. Anhaltende Schlafprobleme können langfristig das Risiko für eine Erkrankung von Herz und Kreislauf sowie für Adipositas, Diabetes, aber auch das Risiko für Depressionen oder Angststörungen erhöhen. Darum ist ausreichender Schlaf so wichtig.
Wie werden Schlafstörungen definiert?
Es gibt verschiedene Formen der Schlafstörung. Dazu gehören vorzeitiges Erwachen mit Problemen beim Ein- oder Durchschlafen. Man nennt diese Schlafstörungen in der Fachsprache Insomnie. Von einer Hypersomnie ist die Rede, wenn Menschen von übermäßigem Schlafen betroffen sind. Als Parasomnien bezeichnet man Schlafstörungen wie Zähneknirschen, Albträume oder Schlafwandeln. Die Störungen werden dabei unterschiedlich definiert. Von einer Insomnie spricht man beispielsweise dann, wenn man nach dem Niederlegen sehr lange wachliegt oder während der Nacht lange Phasen des Wachseins hat. Hält diese Zustand über 4 Wochen oder länger an und kommt dazu Müdigkeit untertags mit einem erhöhten Leidensdruck, muss die Insomnie medizinisch abgeklärt werden. Das gilt auch bei älteren Menschen. Denn grundsätzlich sollten gesunde Senior:innen trotz Veränderung der Schlafphasen keinen Grund für Schlafstörungen haben.
Welches Vitamin fehlt bei Schlaflosigkeit?
Gelegentlich kann schlechter Schlaf im Alter auch mit dem Vitaminhaushalt zusammenhängen. Man weiß etwa, dass ein Mangel an Vitamin D Schlafprobleme begünstigt. Ältere Menschen produzieren im Gegensatz zu Jungen erheblich weniger von dem „Sonnenvitamin.“ Auch ein niedriger Vitamin-C-Spiegel steht mit Schlafstörungen in Verbindung. Wenn Menschen im Alter ihren Schlaf verbessern wollen, sollte auch auf eine entsprechend ausreichende Zufuhr von wichtigen Nährstoffen und Vitaminen geachtet werden.
Ursachen: Warum ist der Schlaf von Senior:innen gestört?
Es gibt verschiedene Ursachen, die dazu führen, dass Senior:innen schlechter schlafen. Dazu gehören unter anderem auch normale Veränderungen im Alter wie etwa die Verlagerung von Schlafphasen sowie die Reduktion des Schlafhormons Melatonin. Zudem ist bei älteren Männern häufig die Prostata vergrößert. Man spricht von der benignen Prostatahyperplasie BPH. Eine gutartige Erkrankung, die allerdings zu häufigem Harndrang untertags sowie auch in der Nacht führen kann. Mit ein Grund, warum Männer in der Nacht häufig von der Blase geweckt werden.
Tendenziell bewegen sich ältere Menschen auch vergleichsweise weniger im Freien, wodurch sie weniger Tageslicht bekommen. Das natürliche Licht wäre allerdings ein wichtiger Taktgeber, wenn es um den Schlaf-Wach-Rhythmus geht. Bekommen wir zu wenig Tageslicht, leidet darunter also die Schlafqualität. Zu wenig Bewegung im Freien ist aber nicht nur aufgrund des mangelnden Tageslichtes für den Schlaf problematisch, sondern auch aufgrund des Bewegungsmangels selbst. Ausreichende körperliche Betätigung gilt als Faktor zur Vorbeugung von Schlafproblemen.
Ein weiterer Aspekt für gestörten Schlaf bei älteren Menschen sind Schmerzen. Denn über 70 % aller Patient:innen, die von Schmerzen betroffen sind, beschreiben einen gestörten Schlaf. Degenerative Alterungsprozesse, etwa in den Gelenken (Arthrose), die mit Schmerz verbunden sein können, treten mit zunehmendem Alter vermehrt auf. Zusätzlich spielen bei der Schlafqualität auch Medikamente eine zentrale Rolle. Gerade ältere Menschen müssen häufig gleich mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen. Probleme mit dem Schlaf gehören bei einigen zu den Nebenwirkungen. Gerade bei Medikamenten, die auf das zentrale Nervensystem oder das Hormonsystem Einfluss nehmen, sind Schlafstörungen sogar relativ häufige Nebenwirkungen. Dazu gehören beispielsweise Bluthochdruck- und Herzmittel, also Präparate, die insbesondere von älteren Menschen benötigt werden.
Darüber hinaus können verschiedene Erkrankungen, die im Alter häufiger vorkommen, zu Schlafproblemen führen.
Schlafapnoe im Alter
Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine Atmungsstörung, die auf den Schlaf bezogen ist. Über ein Viertel der Menschen 60 plus ist von einer Form der Schlafapnoe betroffen. Dabei kommt es zu nächtlichen Atemaussetzern, die von den Betroffenen nachts nicht wahrgenommen werden, die allerdings den Schlaf stören und damit zu verstärkter Müdigkeit untertags führen. Eine solche Schlafapnoe kann auch durch lautes Schnarchen gekennzeichnet sein. Der Schlafapnoe können Herzerkrankungen oder Krankheiten des zentralen Nervensystems zugrunde liegen. Wenn Angehörige entsprechende Atempausen sowie sehr lautes Schnarchen bemerken oder Betroffene unter vermehrter Schläfrigkeit während des Tages leiden, ist eine ärztliche Abklärung angeraten. Die Schlafapnoe kann mit verschiedenen medizinischen Maßnahmen behandelt werden und so den Schlaf im Alter verbessern. In leichten Fällen bringt bereits ein Wechsel der Schlafposition besseren Schlaf.
Muskelzuckungen stören den Schlaf älterer Menschen
Man schätzt, dass rund 50 Prozent aller Menschen über 65 Jahren von nächtlichen Zuckungen in den Beinen oder auch Armen betroffen sind. Dabei wachen die Betroffenen zwar zumeist nicht auf, durch die teils mehrmals pro Minute auftretenden Muskelzuckungen wird allerdings der Schlaf gestört. Die Folge sind verminderte Leistungsfähigkeit untertags, Tagesmüdigkeit oder Konzentrationseinbußen. Zur Verbesserung der Schlafqualität im Alter können Medikamente gegen diese Zuckungen verabreicht werden. Die Diagnose wird über Messungen während des Schlafes gestellt und findet daher zumeist bei Schlafspezialist:innen statt.
Restless Legs Syndrom bei Senior:innen
Beim Restless Legs Syndrom, das vorwiegend am Abend oder in der Nacht auftritt, verspüren Betroffene unangenehme Empfindungen vorwiegend in den Beinen. Sie werden als kribbelnd, brodelnd, brennend, klopfend oder stechend beschrieben, weshalb der Drang entsteht, die Beine zu bewegen. Charakteristisch ist, dass sich diese Missempfindungen beim Liegen verschlimmern. Das Syndrom kann langfristig zu großen Schlafproblemen führen. 10 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind von diesem den Schlaf beeinträchtigenden Syndrom betroffen – im Alter treten die Beschwerden häufiger als in jungen Jahren auf.
Demenz als Ursache für schlechten Schlaf im Alter
Demenzielle Erkrankungen sind ein gesamtgesellschaftliches Problem unserer zunehmenden Lebenserwartung. Bei Menschen, die von einer Demenz betroffen sind, sind sowohl die Traumschlaf- als auch die Tiefschlafphasen reduziert. Die Qualität des Schlafes nimmt ab. Bis zu 50 % aller demenziell erkrankten Menschen sind von Schlafstörungen betroffen. Zudem werden Unruhezustände am Abend („Sundowning“) und während der Nacht beschrieben. Bei Demenz-Patient:innen kommt es häufig auch zu einer deutlichen Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus, der sich in langen Schlafphasen während des Tages bei gleichzeitig ausgeprägten Wachphasen in der Nacht zeigt. Man spricht von der sogenannten „Tag-Nacht-Umkehr“.
Tipps für besseren Schlaf im Alter
Unter dem Begriff „Schlafhygiene“ versteht man alle Maßnahmen, die getroffen werden, um für einen ausreichenden und guten Schlaf zu sorgen. Insbesondere, wenn der Schlaf sich im Alter verändert, ist es wichtig, auf eine gute Schlafhygiene zu achten, um besser zu schlafen.
1. Schlafhygiene
Diese Aspekte gehören zu einer guten Schlafhygiene:
-
Koffein: Kein Kaffee, Schwarztee, Cola oder andere koffeinhaltige Getränke nach der Mittagszeit.
-
Alkohol: Alkohol meiden – man schläft damit zwar oft rascher ein, der Schlaf ist nach Alkoholkonsum allerdings in der Qualität erheblich eingeschränkt.
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Ernährung: Keine schweren, fetthaltigen Speisen zum Abendessen, sondern auf leichte Kost zum Dinner setzen. Im Idealfall lassen Sie zwischen dem Abendessen und dem Schlafengehen einige Stunden Zeit, damit der Körper im Schlaf nicht mit der Verdauung beschäftig ist.
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Atmosphäre: Sorgen Sie im Schlafzimmer für eine beruhigende und angenehme Atmosphäre. Dazu gehören eine gute Schlafunterlage sowie eine optimale Raumtemperatur (zwischen 16° und 18°), die nicht zu warm sein soll. Am besten noch einmal lüften, bevor Sie schlafen gehen.
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Müdigkeit: Legen Sie sich erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde und schläfrig sind. Andernfalls liegen Sie womöglich zu lange wach und verknüpfen das Bett so mit dem Wachsein, was das Einschlafen langfristig erschweren kann. Statt auf eine bestimmte Stundenanzahl von Schlaf zu fokussieren, beachten Sie Ihren tatsächlichen Schlafdruck.
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Entspannung: Stress kurz von dem Schlafengehen hält den Organismus auf Trab. Nutzen Sie die Zeit vor dem Hinlegen für Entspannungsübungen, Meditation oder wohltuende, entspannende Aspekte, wie etwa das Hören eines – nicht allzu spannungsgeladenen – Hörbuchs.
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Aufstehen: Wenn Sie länger als 20 Minuten nicht einschlafen oder nachts wach werden und nicht mehr einschlafen können, stehen Sie wieder auf und beschäftigen sich mit beruhigenden Tätigkeiten: Tagebuch schreiben, malen oder nicht zu aufregende Lektüre lesen. Wichtig ist, das Bett wirklich nur zum Schlafen zu verwenden. Das bedeutet auch: Kein Lesen oder Fernsehen im Bett.
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Tagwache: Zur Schlafgesundheit gehört auch Regelmäßigkeit. Wenn Sie morgens immer zur gleichen Zeit aufstehen, kann das Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus günstig beeinflussen.
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Mittagsschlaf: Wenn es Ihnen abends schwerfällt, ein- oder durchzuschlafen, sollten Sie auf Schläfchen untertags besser verzichten, um den Schlafdruck in der Nacht zu erhöhen.
2. Schlafrestriktion
Unter dem Begriff „Schlafrestriktion“ verstehen Mediziner:innen die Einschränkungen der Schlafenszeit. Das gilt vor allem für Tagesschlaf, aber auch für die Stundenanzahl des Schlafes in der Nacht. Schlafen ältere Menschen nachts zu lange bzw. untertags zu häufig oder ebenso zu lang, verringert das die Müdigkeit am Abend. Das Einschlafen fällt schwerer. Durch eine konkrete Zeitstruktur mit einer klaren Abgrenzung zwischen Tag und Nacht sowie durch die Restriktion des Schlafes kann der Schlafdruck abends erhöht werden, was das Ein- und Durchschlafen im Alter verbessern kann.
3. Tageslicht
Für eine klare Trennung von Tag und Nacht ist unser Körper auf Tageslicht angewiesen. Nur so kann die innere Uhr passend zwischen den Tageszeiten unterscheiden. Es ist belegt, dass die Schlafqualität leidet, wenn wir uns dem natürlichen Tageslicht zu kurz aussetzen. Aktivitäten im Freien bei Tageslicht können daher dabei helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus und den erholsamen Schlaf in der Nacht zu fördern. In einigen Fällen kann dazu auch eine Lichttherapie hilfreich sein. Zur Abgrenzung von Tag und Nacht gehört abends wiederum eine ausreichende Abdunkelung des Schlafbereichs. Je dunkler es ist, desto besser findet der Körper zur Ruhe. Das ist der Grund, warum ältere Menschen vor dem Zubettgehen auf künstliches Licht wie jenes des Fernsehers verzichten sollten, um besser zu schlafen.
4. Aktivität – körperlich und geistig
Regelmäßige Bewegung tut nicht nur dem Herz-Kreislauf-System gut, sondern fördert auch besseren Schlaf im Alter. Untertags aktiv zu bleiben, kann nachts beim Schlafen helfen. Doch auch geistige Aktivitäten – etwa soziale Kontakte pflegen, sich Aufgaben stellen, ein Kreuzworträtsel lösen – können indirekt auf besseren Schlaf wirken. Wer ein reges Leben führt, neigt weniger dazu, untertags einzunicken und schafft ausreichend Schlafdruck am Abend.
Risiko: Schlafmittel als Gefahr
Herkömmliche Schlafmittel sollten für besseren Schlaf im Alter nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden. Denn synthetische Schlafpräparate gehen oft auch mit Nebenwirkungen einher, die insbesondere im Alter Risiken bergen. Dazu gehören ein erhöhtes Sturzrisiko durch Gangunsicherheiten, Beeinflussung der kognitiven Fähigkeiten sowie zum Teil verlängerte Wirkdauer der Schlafmittel aufgrund der Körperbeschaffenheit im Alter. Das kann zu verstärkter Schläfrigkeit untertags und neuerlichen Schlafschwierigkeiten in der Nacht führen. Zudem gibt es Arzneimittel, die als Schlafmittel eingesetzt werden, welche eine Abhängigkeit zur Folge haben können. Entsprechende herkömmliche Schlafmittel lindern überdies nur die Symptome des schlechten Schlafs und sollten immer nur nach einer ärztlichen Untersuchung eingenommen werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass eine Erkrankung übersehen wird, die ursächlich für die Schlafprobleme verantwortlich ist. Synthetische Schlafmittel sollten nur nach ärztlicher Absprache über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden.
Pflanzliche Unterstützung für besseren Schlaf im Alter
Die Phytotherapie – die wissenschaftlich belegte Medizin auf Basis von Arzneipflanzen – bietet wertvolle Möglichkeiten für besseren Schlaf im Alter. Pflanzliche Arzneimittel für besseren Schlaf sind dafür bekannt, besonders schonend und nebenwirkungsarm zu sein. Einen hohen Stellenwert in der Verbesserung des Schlafes von Senior:innen hat seit langer Zeit die Passionsblume. Sie sorgt für mehr Entspannung untertags und besseres Einschlafen in der Nacht. Neben der guten Verträglichkeit von Tropfen aus dem Passionsblumenkraut, der Passiflora incarnata, ist vor allem hervorzuheben, dass sie frei von Wechselwirkungen sind. Das ist im Hinblick auf die häufig vorherrschende Mehrfachmedikation älterer Menschen von zentraler Bedeutung. Gemeinsam mit der Passionsblume gelten auch noch andere Arzneipflanzen als wertvoll für besseren Schlaf im Alter. Dazu zählen Hopfen, Melisse, Lavendel und Baldrian.
Zusammenfassung für verbesserten Schlaf im Alter
Hier die wichtigsten Punkte zum Thema Schlaf im Alter als Liste knapp zusammengefasst:
-
Schlaf verändert sich im Alter, viele Senior:innen kennen Ein- und Durchschlafprobleme.
-
Tiefschlaf nimmt ab, Leichtschlaf und nächtliche Wachphasen nehmen zu.
-
Schlafqualität ist entscheidend – nicht nur Dauer.
-
Ursachen für schlechten Schlaf: Melatoninmangel, Schmerzen, wenig Bewegung, Krankheiten, Medikamente, Prostata-Probleme, Schlafapnoe, Restless Legs, Demenz.
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Schlafstörungen: Insomnie, Hypersomnie, Parasomnien.
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Schlaf ist wichtig für Gesundheit, Psyche, Abwehrkräfte und Herz-Kreislauf-System.
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Mangel an Vitamin D und C kann Schlafprobleme verstärken.
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Gute Schlafhygiene (kein Koffein/Alkohol, leichte Kost, ruhige Schlafumgebung).
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Nur bei Müdigkeit ins Bett, keine langen Nickerchen tagsüber.
-
Entspannungsrituale am Abend helfen für besseren Schlaf im Alter.
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Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus wichtig für erholsame Nacht.
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Begrenzung der Schlafdauer (Schlafrestriktion) ist eine Möglichkeit für besseren Schlaf.
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Ausreichend Tageslicht und Bewegung im Freien hilft bei Schlafproblemen.
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Autoren: Redaktionsteam Schwabe Austria
Disclaimer: Die Informationen auf dieser Website sind keinesfalls ein Ersatz für den persönlichen Besuch bei Arzt, Apotheker oder anderen medizinischen Fachpersonen. Die Gesundheitsartikel sind als Impulse zu verstehen, mit dem Ziel, sich näher mit Themen der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen und entsprechende Unterstützung zu suchen.
Quellen:
Prof. Dr. Helmut Frohnhofen, Dr. Hans-Günter Weeß, Schlaf im Alter, Patientenratgeber der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) AG Geriatrie, https://www.dgsm.de/fileadmin/patienteninformationen/ratgeber_schlafstoerungen/08_DGSM-Schlaf-im-Alter_barrierefrei.pdf (abgerufen am 27.01.2026)
Ideale Schlafdauer ist altersabhängig, Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/aktuelles/2022/special-schlaf-schlafdauer (abgerufen am 27.01.2026)
Malteser Hilfsdienst e.V., Schlaf im Alter: Tipps für eine erholsame Nachtruhe, https://www.malteser.de/dabei/information-tipps/schlaf-im-alter-so-kommen-sie-nachts-zur-ruhe.html (abgerufen am 27.01.2026)
Prim. Dr. Christian Jagsch, Schlafstörungen und Unruhe bei älteren Menschen, phytotherapie, Jahrgang 19/Heft 2/April 2025, S. 6 ff., https://phytotherapie.at/assets/zeitschrift_phytotherapie.at/PT_2_25.pdf (abgerufen am 27.01.2026)
Schlafstörungen im Alter - Warum die Krankheit unterschätzt wird und was Betroffenen helfen kann, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/schlafstorungen-im-alter-warum-die-krankheit-unterschatzt-wird-und-was-betroffenen-helfen-3059.php (abgerufen am 27.01.2026)
Schlafverhalten bzw. Schlafstörungen im Alter, Neurologen und Psychiater im Netz, https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/schlafstoerungen/besonderheiten-im-alter/ (abgerufen am 27.01.2026)
Die 6 häufigsten Formen von Schlafstörungen und ihre Ursachen, Österreichische Apothekerkammer, https://www.apothekerkammer.at/infothek/informationen-aus-meinem-bundesland/kaernten/aktuelle-themen/gesundheitstipps/schlafstoerungen-formen-ursachen (abgerufen am 27.01.2026)
Schlafmangel und Ernährung, DocMedicus, https://www.gesundheits-lexikon.com/Mikronaehrstoffmedizin-Vitalstoffe/Schlafmangel/Schlafmangel-und-Ernaehrung (abgerufen am 27.01.2026)
Schlaf und seine Veränderungen, Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, https://www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/gesundheitsthemen/schlaf-im-alter/schlaf-und-seine-veraenderungen/ (abgerufen am 27.01.2026)
Schlafprobleme durch Medikamente, Apotheken.de, https://www.apotheken.de/krankheiten/krankheiten-und-therapie/psychische-erkrankungen/11738-schlafprobleme-durch-medikamente (abgerufen am 27.01.2026)