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Boreout: Wenn Langeweile gefährlich wird

Dass chronische Überforderung zum Ausgebranntsein führen kann, das weiß man heute. Dass das Gegenteil genauso gefährlich für die Psyche werden kann, ist dabei weniger bekannt. Hier lesen Sie alles, was Sie über Boreout wissen müssen.

Langeweile soll gefährlich werden können? Hä? Doch die Antwort ist ganz klar: Ja. Denn chronische Langeweile und permanente Unterforderung können unsere Psyche ähnlich stark belasten wie das Gegenteil, das Burnout.

Was genau ist eigentlich ein Boreout?

Das Wort Boreout kommt vom englischen Wort „Boredom“, das Langeweile bedeutet. Während ein Burnout das sogenannte Ausgebranntsein beschreibt, könnte man das Boreout vorsichtig mit „Ausgelangweiltsein“ übersetzen. Dahinter steckt der von unterschiedlichen Psychotherapeuten und Psychologen beschriebene Zustand von Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit aufgrund unterfordernder Aufgaben und mangelnder Wertschätzung im Arbeitsumfeld. Es ist so gesehen das Gegenstück zum Burnout, weist auch ähnliche Symptome auf und entsteht meist genauso schleichend.

Mögliche Gründe für ein Boreout

Unterforderung ist ein breites Thema, das von jedem Menschen individuell wahrgenommen wird. Nicht jeder, der eine monotone, langweilige Arbeit verrichtet, muss in ein Boreout schlittern, denn das Syndrom hat viel damit zu tun, wie man selbst zu seiner Tätigkeit im Berufsleben steht. Wer ein erfülltes Privatleben mit zahlreichen sinnstiftenden Hobbys hat und einer möglicherweise unterfordernden Arbeit ganz bewusst gerne nachgeht, wird kaum vom Boreout betroffen sein. Problematisch kann es dann werden, wenn Menschen Erfüllung im Beruf suchen, die Ihnen die derzeitige Position nicht bietet. Mögliche Ursachen für ein Boreout können daher sein:

Welche Symptome bei Boreout?

Da das Boreout-Syndrom bisher aber noch nicht in das Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen (ICD) der WHO aufgenommen wurde, fehlt eine eindeutige Checkliste, was genau ein Boreout nun ausmacht. Trotzdem ähneln sich die von unterschiedlichen Therapeuten beschriebenen Symptome des Boreouts und können wie folgt zusammengefasst werden.

Niedergeschlagenheit

Sich ständig grüblerisch zu fühlen, eine gewisse Traurigkeit, so als hinge eine Wolke über einem.

Antriebslosigkeit

Es fällt schwer oder wird unmöglich, sich für Dinge aufzuraffen.

Selbstzweifel

Man lässt kein gutes Haar an sich, fühlt sich nicht mehr als wertvolles Mitglied der (Arbeits-)Gesellschaft.

Schlaflosigkeit

Es kommt zu Einschlaf-, oder Durchschlafproblemen.

Erschöpfung

Man fühlt sich chronisch erschöpft, was umso zermürbender wirkt, da man sich ja eigentlich unterfordert fühlt.

Auf den ersten Blick ist das Boreout vom Burnout also nur schwer zu unterscheiden. Für eine passende Therapie ist daher wichtig, herauszufinden, ob Über- oder Unterforderung die Symptome ausgelöst hat.

Erste Warnzeichen für ein mögliches Boreout

Doch zu diesen Symptomen muss es gar nicht erst kommen, wenn zeitgerecht ein bewussterer Umgang mit der eigenen Unterforderung gefunden und Warnsignale erkannt werden, können Sie bewusst handeln und mit Ihrem Vorgesetzten über zusätzliche oder spannendere, eher Ihren Qualifikationen entsprechende Tätigkeiten sprechen. Oder aber, Sie beginnen, sich am Arbeitsmarkt nach neuen Perspektiven umzusehen, wenn Sie das Gefühl haben, Sie könnten sich am Beginn eines Boreouts befinden. Erste Anzeichen dafür können sein:

Gefahren von Boreout

Sich ein wenig zu langweilen, das kann doch nicht so schlimm sein, oder? Jein. Ruhigere und langweiligere Phasen im Job gehören immer wieder dazu. Und ja, ab und zu darf man sich im Beruf auch langweilen. Doch wird aus dieser gelegentlichen Langeweile ein chronischer Zustand zu dem sich ein spürbarer Sinnverlust gesellt und lässt die Leistung dadurch kontinuierlich ab, kann es durchaus gesundheitlich bedenklich werden. Chronische Unterforderung kann wie Überforderung ernstzunehmenden Stress erzeugen. Da sich Burnout und Boreout symptomatisch sehr ähnlich sind, kann aus dem Syndrom auf Dauer eine Depression entstehen. Es ist also wichtig, es so weit gar nicht erst kommen zu lassen.

Was können Sie gegen Boreout tun?

Um einem beginnenden Boreout vorzubeugen oder um das Boreout-Syndrom hinter sich zu lassen, können folgende Wege hilfreich sein.

Therapie und Beratung

Befinden Sie sich wirklich an der für Sie richtigen Job-Position? Wie sinnstiftend empfinden Sie Ihre Tätigkeit und welche möglichen Auswege aus der chronischen Unterforderung kann es für Sie geben. In einer Therapie oder Beratung beantworten Sie diese Fragen für sich.

Erfassen der Ist-Situation

Beobachten Sie sich für eine Zeit im Job genau, führen Sie gegebenenfalls ein Tagebuch: Welche Aufgaben erledigen sie? Welche vielleicht lieber als andere? Beobachten Sie, welche Aufgaben oder Situationen dazu führen, dass Sie sich unwohl fühlen. Hinterfragen Sie für sich, was es in diesem Unternehmen oder an dieser Position für Sie brauchen würde, dass Sie wieder motiviert an die Arbeit gehen können. Die Ist-Situation klar zu erfassen, ist eine wichtige Voraussetzung, um daran etwas zu verändern.

Mut zur Veränderung

Wenn Sie für sich zu der Erkenntnis kommen, dass Sie Ihre äußere Situation verändern müssen, um wieder Motivation zu empfinden, braucht es dafür Mut. Mut heißt aber nicht gleich, sofort zu kündigen. Vielleicht wollen Sie erstmal Bewerbungen schreiben? Oder aber Sie fassen den Mut, sich mit Ihrem Arbeitgeber darüber auszutauschen, welche Ideen Sie dazu haben, zusätzliche oder andere Aufgaben für das Unternehmen zu übernehmen.

Anerkennung und Sinn finden

Mangelnde Wertschätzung im Beruf sowie mangelnder Sinn im Job können ein Boreout begünstigen. Ein Ausgleich dazu könnte sein, sich abseits der Arbeit Inhalte zu schaffen, die für Sie sinnstiftend sind und bei denen Sie sich wertgeschätzt und anerkannt fühlen. Vielleicht wollten Sie schon immer in einem Verein ehrenamtlich tätig sein oder ein bestimmtes Projekt mit Ihrem Engagement unterstützen. Es könnte jetzt hilfreich sein, genau das umzusetzen.

Stressausgleich

Durch Unterforderung ausgelöster chronischer Stress verursacht Unzufriedenheit. Es mag paradox klingen, aber auch bei einem Boreout ist es wichtig, dass Sie sich einen Ausgleich schaffen. Autogenes Training, bewusste Spaziergänge und Unternehmungen, die dazu geeignet sind, dass Sie sich gut und leicht fühlen, können hier ein wichtiges Gegengewicht darstellen. Erlauben Sie sich, hier bewusster für sich da zu sein.

 

Darreichungsformen und Packungsgrößen

Vitango® 200mg-Filmtabletten: 30 Filmtabletten, 60 Filmtabletten

 

Gebrauchsinformation

Tabletten zum Einnehmen. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. Traditionelles pflanzliches Arzneimittel mit Rhodiola rosea-Extrakt zur Anwendung bei geistigen und körperlichen Symptomen von Stress. Die Anwendung beruht ausschließlich auf langjähriger Verwendung.

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