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Aktualisiert: 22.04.2026

Blutgerinnung: Funktion, Probleme und Bedeutung

Die Blutgerinnung ist eine faszinierende Schutzfunktion, bei der flüssiges Blut erstarrt, um den Körper bei Verletzungen vor zu großem Blutverlust zu schützen. Wie genau sie funktioniert und was passiert, wenn die Gerinnung gestört ist.

Blutgerinnung vereinfacht dargestellt - © Canva
Blutgerinnung vereinfacht dargestellt - © Canva

Für den Vorgang der Blutgerinnung gibt es verschiedene Synonyme. Er wird in der Fachsprache auch als Koagulation oder Hämostase bezeichnet. Gelegentlich wird auch der Begriff Blutstillung verwendet. Sie dient dem Körper als komplexer Schutzmechanismus, mit dem eine Blutung gestillt wird. Dabei gerinnt flüssiges Blut, wodurch Blutverluste minimiert oder verhindert werden können. Durch den so herbeigeführten Stillstand der Blutung können Blutgefäßverletzungen abgedichtet werden. Unsere Blutplättchen (Thrombozyten) spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Blutgerinnung kann durch die Einnahme bestimmter Medikamente oder durch Krankheiten beeinflusst sein.

Was ist die Blutgerinnung?

Unter der Blutgerinnung versteht man einen physiologischen Prozess des Organismus, mit dem verhindert wird, dass wir bei Verletzungen zu viel Blut verlieren. Dieser mehrstufige Prozess läuft in verschiedenen Phasen ab und gilt als hochkomplex. Bei der Verletzung eines Blutgefäßes lagern sich im ersten Schritt Thrombozyten – die sogenannten Blutplättchen – an die Wand des verletzten Gefäßes. Sie verkleben einfach und können Wunden so quasi „verstopfen“. Dazu lagern sich diese Blutplättchen zusammen und verklumpen. In der Fachsprache nennt man diesen Vorgang Aggregation. Darüber hinaus sind Eiweißstoffe aus dem Blutplasma an der Blutgerinnung beteiligt. Gemeinsam mit den Blutplättchen sorgen diese Gerinnungsfaktoren schließlich für die Wundreparatur, bei der sich durch Bindegewebszellen neues Gewebe bildet.

Definition: Hämostase

mostase ist der medizinische Fachbegriff und damit ein anderes Wort für den Vorgang der Blutgerinnung. Der medizinische Begriff setzt sich aus den Altgriechischen Worten für Blut (haíma) und Stillung (stasis) zusammen. Unter der Hämostase versteht man den gesamten Vorgang im menschlichen Körper zur Herbeiführung eines Blutungsstillstandes. Gelegentlich wird der Begriff allerdings auch erweitert für medizinische Interventionen zur Blutstillung verwendet, etwa durch Verbände oder Nähte.

Was macht die Blutgerinnung?

Die Blutgerinnung sorgt dafür, dass der Körper Gefäßschäden abdichten kann. Das ist notwendig, um den Verlust von Blut weitestgehend zu verhindern bzw. zumindest zu minimieren. Durch die Blutgerinnung kommt es bei einer Blutung gerade aus kleineren Gefäßen normalerweise recht rasch zu Stillung derselben. Ohne die Blutgerinnung könnte sich unser Organismus also nicht vor zu großem Blutverlust schützen. Schon bei winzigen Verletzungen könnten wir zu viel Blut verlieren. Die Blutgerinnung sorgt außerdem dafür, dass die Heilung von Wunden im Körper entsprechend abläuft. Denn der Verschluss des verletzten Bereiches durch das Blutgerinnsel (Thrombus) ist der erste Schritt der Wundheilung. 

Was ist ein Blutgerinnsel?

In der Fachsprache wird ein Blutgerinnsel als Thrombus bezeichnet. Es fungiert – sehr einfach ausgedrückt – wie ein Stöpsel, der eine Röhre abdichtet. Ein Blutgerinnsel verschließt also verletzte Blutgefäße und sorgt so dafür, dass der Blutverlust minimiert wird, keine Krankheitserreger mehr eindringen können und das Signal zur Wundheilung gegeben wird. Ein solches Blutgerinnsel besteht vorwiegend aus Blutplättchen und dem Protein Fibrin. 

Ein Blutgerinnsel ist also eine wichtige Schutzfunktion unseres Körpers. Es kann allerdings auch lebensbedrohlich werden. Gelangt es etwa in eine Herzarterie – auch wenn es nur winzig ist – kann es zu einem lebensbedrohlichen Herzstillstand führen. Deswegen muss der Körper auch in der Lage sein, das Blutgerinnsel bei der Wundheilung wieder abzubauen. Dieser Umstand zeigt, wie enorm wichtig es ist, dass der Blutgerinnungsvorgang sowie die Gerinnungsauflösung (Fibrinolyse) mit herausragender Präzision funktionieren.

Physiologische Vorgänge bei der Blutgerinnung und Übergang zur Wundheilung

Die physiologischen Vorgänge bei der Blutgerinnung kann man sich ein bisschen wie bei einem Unfall auf einer Baustelle vorstellen. Gibt es einen Schaden, stellt der Körper sofort Absperrungen auf und kümmert sich um den Schaden, um das Gebäude zu sichern und vor weiteren Problemen zu schützen. Wird also ein Blutgefäß z. B. durch einen Schnitt verletzt, leitet der Körper einen komplexen Prozess ein, der im Wesentlichen aus drei Schritten besteht:

Schritt Bezeichnung Beschreibung
Schritt 1 Einleitung Gefäße verengen sich, Blutgerinnung wird eingeleitet
Schritt 2 Anlagerung der Blutplättchen Blutplättchen bilden einen ersten vorläufigen Verschluss der Wunde, es entsteht ein weißer Pfropf
Schritt 3 Gerinnungsfaktoren Gerinnungsfaktoren, darunter insbesondere Fibrin, werden aktiviert

 

Schritt 1 der Blutgerinnung: Gefäßverengung – Blutgerinnung wird eingeleitet

Im Normalzustand fließen die Blutkörperchen mit gleichbleibender Geschwindigkeit durch die Adern. Nach einer Verletzung verengen sich die Gefäßwände allerdings im ersten Schritt durch die Freisetzung bestimmter Stoffe, darunter Serotonin. Die Blutgerinnung wird eingeleitet. Es kommt zu einer reduzierten Zirkulation des Blutes, was die Aktivierung und Anhaftung der Blutplättchen unterstützt.

Schritt 2 der Blutgerinnung: Blutplättchen lagern sich an der Wunde an

Innerhalb weniger Minuten bildet sich ein weißer Pfropf, der aus diesen Blutplättchen besteht. Sie lagern sich im verletzten Gewebe an und bewirken so einen vorläufigen Verschluss der Verletzung.

Schritt 3 der Blutgerinnung: Gerinnungsfaktoren werden aktiviert

Im nächsten Schritt werden verschiedene sogenannte Gerinnungsfaktoren aktiviert. Das Bluteiweiß Fibrin sorgt nun dafür, dass der Pfropf aus Blutplättchen weiter verstärkt wird. Dieses fadenartige, wie Klebstoff fungierende Fibrin spannt dazu eine Art Netz über die Wunde, in dem die Blutplättchen und die zirkulierenden roten Blutkörperchen hängen bleiben. Dadurch wird das Netz immer dichter. Der Pfropf wird stärker und sorgt schließlich für einen festen Verschluss der Wunde.

Nach der Blutgerinnung: Fibrinolyse zum Gerinnselabbau

Nachdem im letzten Schritt die Verklumpung aus Fibrin und Blutplättchen den verletzten Bereich komplett verschlossen hat, kommt es zur sogenannten Fibrinolyse (Fibrinabbau). So bezeichnet man die körpereigene Auflösung eines Blutgerinnsels, für die es das Enzym Plasmin benötigt. Nach dem Wundverschluss wird das Fibrin während der Wundheilung also sukzessive abgebaut, denn das entstandene Blutgerinnsel muss vom Körper auch wieder aufgelöst werden. 

Die Phase der Blutgerinnung sowie jene der Fibrinolyse stehen in einem abgestimmten, sensiblen Gleichgewicht zueinander. Schon geringste Abweichungen dieser Balance können zu größeren Blutverlusten oder zur Thrombenbildung an Stellen des Körpers führen, die nicht verletzt wurden.

Wie wird die Blutgerinnung eingeteilt?

Die drei Schritte der Blutgerinnung können auch in zwei Phasen eingeteilt werden. Man spricht von der ersten Phase als primäre Hämostase. Die zweite Phase nennt man sekundäre Hämostase. 

Phase 1: Primäre Hämostase – initiale Blutstillung

Diese erste Phase der Blutstillung kann man sich wie ein Erste Hilfe-Team vorstellen, das sofort zur verletzten Stelle eilt und rasch beginnt, weitere Schäden zu verhindern. Die primäre Hämostase sorgt dafür, dass schon nach ein bis drei Minuten eine Blutstillung eintritt. Dabei laufen drei relevante Prozesse ab:

  1. Vasokonstriktion: Die Gefäßabschnitte vor der Verletzung werden verengt, der Blutstrom im verletzten Bereich wird reduziert.
  2. Thrombozytenadhäsion: An bestimmten Komponenten des verletzten Bereichs haften nun die Blutplättchen an. Dazu gehört etwa Kollagen, das durch die Verletzung freigelegt wird. Ein wichtiger Faktor in diesem Schritt der ersten Phase ist Glykoprotein Ib (GPIb). Denn das ist der wichtigste Anhaftungsrezeptor für den sogenannten von-Willebrand-Faktor. Er spielt eine entscheidende Rolle dabei, dass nun auch Blutblättchen aus dem Blut an dem verletzten Gefäß anhaften können. Genau das sorgt für einen ersten dünnen Verschluss der Wunde.
  3. Thrombozytenaggregation: Durch die Veränderung der Struktur des sogenannten Fibrinogenrezeptors kann er nun das Fibrinogen aus dem Blut binden. Dabei handelt es sich um den Vorläufer-Eiweißstoff von Fibrin, das wiederum der Hauptbestandteil eines Blutgerinnsels ist. Die Blutplättchen verklumpen und bilden einen noch insgesamt recht instabilen Verschluss der Wunde – quasi als Provisorium.

Phase 2: Sekundäre Hämostase – eigentliche Blutgerinnung

Die sekundäre Hämostase benötigt bis zu zehn Minuten. In dieser Phase wird ein festes Netz aus Fibrinfasern über die Wunde gelegt. Fibrin wird auch als Klebstoffprotein der Blutgerinnung bezeichnet. In diesem Netz lagern sich nun weitere Blutblättchen und rote Blutkörperchen ein. Dadurch nehmen die Stabilität und Festigkeit des Blutgerinnsels deutlich zu. Die Phase wird auch als „roter Thrombus“ bezeichnet. Eine zentrale Rolle in dieser sekundären Blutgerinnung spielen die Gerinnungsfaktoren. Das sind Plasmaproteine, die in der medizinischen Fachsprache mit römischen Zahlen sowie Eigennamen bezeichnet werden. Die hintereinander geschaltete Aktivierung dieser Gerinnungsfaktoren wird in der Fachsprache auch als Gerinnungskaskade bezeichnet. Sie sorgt dafür, dass die Wunde schließlich stabil verschlossen ist. 

Gerinnungskaskade Blutgerinnung

Die Gerinnungskaskade ist die Bezeichnung für die vielen verschiedenen insgesamt 15 Schritte, die im Zuge der Blutstillung im menschlichen Körper ablaufen. Dabei werden unterschiedliche Gerinnungsfaktoren kaskadenartig aktiviert. Das bedeutet, dass sie in einer sehr komplexen und spezifischen Reihenfolge ablaufen. Insgesamt sind an diesem Prozess 30 Substanzen beteiligt. Ein Großteil davon gehört zur Gruppe der Proteine oder Proteinenzyme. Das Ziel der Gerinnungskaskade ist, einen stabilen Wundverschluss bei verletzten Blutgefäßen zu sichern. 

Blutgerinnung und die Bedeutung von Thrombozyten und Fibrin

Die im Knochenmark gebildeten Blutplättchen sowie das Eiweiß Fibrin sind zwei essenzielle Beteiligte der Blutgerinnung. Ohne sie könnte sich kein Blutgerinnsel bilden und schon eine kleine Verletzung würde zu einem unstillbaren Blutverlust führen. Man kann sich die Bedeutung der beiden Substanzen am besten vorstellen, wenn man sich das Blutgerinnsel als Mauer vorstellt. Dann würden Blutblättchen die Funktion von Ziegeln erfüllen und Fibrin wäre der Mörtel. Ohne Mörtel ist eine Ziegelmauer instabil, auch eine Wand nur aus Mörtel wäre nicht stabil. Es braucht also beide Komponenten, um ein stabiles Gerinnsel zu „bauen“. 

Blutgerinnungsstörungen

Ist der komplexe Ablauf der Blutgerinnung gestört, spricht man von Gerinnungsstörungen. Die Störung der Blutgerinnung kann verschiedene Ursachen haben und sich darin äußern, dass ein Mensch zu einer erhöhten sowie zu einer verminderten Blutung neigt. Auch die gesteigerte Blutgerinnung sowie die erhöhte Neigung zu Thrombosen gelten als Gerinnungsstörungen.

Was passiert, wenn die Blutgerinnung gestört ist?

Bei einer Gerinnungsstörung gerinnt das Blut entweder zu schnell, wodurch das Risiko von Blutgerinnseln erhöht ist. Oder aber es gerinnt zu langsam, was zu einem starken Blutverlust führen kann. Beide Varianten stellen ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem dar, das medizinische Interventionen erfordert, um Thrombosen, Schlaganfälle, Embolien oder schwere Blutungen zu verhindern. Die Ursachen für eine Gerinnungsstörung sind vielfältig und reichen von angeborenen über erworbene Krankheiten bis hin zu medikamentösen Ursachen.

Krankheiten als Ursache für Blutgerinnungsstörungen

Es gibt verschiedene angeborene Erkrankungen, die für eine Blutgerinnungsstörung verantwortlich sein können. Bekannt ist vor allem die sogenannte Hämophilie. Sie wird auch als Bluterkrankheit bezeichnet und hat zur Folge, das Blut nicht ausreichend bzw. nur schleppend gerinnt. Betroffen sind vorwiegend Männer. Es können dabei spontane Blutungen auftreten, ohne dass eine Wunde sichtbar wäre. Neben weiteren angeborenen Erkrankungen, die zu Gerinnungsstörungen führen, sei an dieser Stelle auch noch das Willebrand-Jürgens-Syndrom genannt. Anzeichen dafür können die Neigung zu großen Blutergüssen, lange und anhaltende Blutungen sowie eine erhöhte Blutungsneigung sein. Erworbene Krankheiten, die Gerinnungsstörungen verursachen, sind unter anderem Vitamin-K-Mangel oder eine Leberzirrhose. 

Blutungsneigung

Blutet man besonders stark oder lang, obwohl es sich eigentlich nur um eine sehr kleine Verletzung handelt, spricht man von einer Blutungsneigung. Der Fachbegriff dafür ist „Hämorrhagische Diathese“. 

Thrombose und Embolie

Zwei Begriffe fallen im Zusammenhang mit Gerinnungsstörungen häufig: Thrombose und Embolie.  Die Lungenembolie ist dabei ein häufig beobachteter Gefäßverschluss. Er entsteht, wenn Teile eines Blutgerinnsels abbrechen und durch die Blutbahn weiterbefördert werden. So kann dieser „verschleppte Thrombus“ ein anderes Gefäß verstopfen und eine Embolie – einen medizinischen – Notfall auslösen. Verschließt der Thrombus allerdings die Stelle, an welcher es sich gebildet hat, spricht man von einer Thrombose. 

Thrombophilie 

Unter Thrombophilie versteht man in der Medizin eine übermäßige Blutgerinnung, also die erhöhte Neigung zur Thrombose. 

Medikamente als Ursache für Blutgerinnungsstörungen

Auch bestimmte Medikamente können Einfluss auf die Blutgerinnung nehmen. Acetylsalicylsäure beispielsweise hemmt für bis zu 8 Tage die COX-Enzyme, sodass kein weiteres Prostaglandin aufgebaut wird. Somit kann kein Thrombus entstehen. 

Blutverdünner – was ist das?

Manche Medikamente werden allerdings sogar gezielt eingesetzt, um die Blutgerinnung zu beeinflussen. Dazu gehören gerinnungshemmende Medikamente, die in der Umgangssprache auch als „Blutverdünner“ bezeichnet werden. Entgegen dieser Bezeichnung sorgen sie aber nicht dafür, dass das Blut „dünner“ – also flüssiger – wird, sondern sie vermindern viel eher die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Sie werden etwa verschrieben, um das Risiko von Blutgerinnseln und Schlaganfällen bei bestimmten Erkrankungen von Herz und Kreislauf, nach Operationen oder früherer Thrombosen zu vermindern.

Gerinnungsuntersuchungen

Um zu überprüfen, wie die Blutgerinnung bei Menschen funktioniert, stehen in der Medizin verschiedene Labortests zur Verfügung. Bei diesen kann unter anderem die Konzentration unterschiedlicher Gerinnungsfaktoren bestimmt werden.

Wie gefährlich ist eine Blutgerinnung?

Die Blutgerinnung ist ein lebensnotwendiger Prozess unseres Organismus. Ohne sie könnten sich Wunden nicht verschließen. Sie würden weiter bluten und Tür und Tor für Bakterien sowie Viren öffnen. Wenn Menschen allerdings etwaige Risikofaktoren aufweisen, kann ein Blutgerinnsel jedoch auch gefährlich werden. Etwa dann, wenn es sich ohne Grund bildet oder Gefäße von Herz, Lunge oder Gehirn verstopft. Denn dann kann nicht mehr genug Sauerstoff mit dem Blut in die entsprechenden Organe gelangen. An dem Verschluss einer Lungenarterie infolge eines Blutgerinnsels (Lungenembolie) kann man genau wie an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall infolge eines Blutgerinnsels sterben.

Zusammenfassung: Blutgerinnung

Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten zur Blutgerinnung nochmals einfach zusammengefasst: 

  • Definition: Die Blutgerinnung (Hämostase) verhindert Blutverlust bei Verletzungen durch Bildung eines Blutgerinnsels.
  • Ablauf: Der Prozess läuft in mehreren Schritten ab: Gefäßverengung, Bildung eines Thrombozyten-Pfropfs, Bildung eines stabilen Fibrin-Netzes.
  • Wichtige Faktoren: Blutplättchen (Thrombozyten) und das Protein Fibrin sind entscheidend für die Gerinnselbildung – vergleichbar mit Ziegeln und Mörtel.
  • Phasen: Die Gerinnung ist in zwei Phasen unterteilt: primäre (initiale Blutstillung) und sekundäre Hämostase (stabiler Wundverschluss).
  • Störung: Eine zu starke oder zu schwache Gerinnung kann zu Thrombose, Embolie oder Hämophilie führen. Gerinnungsstörungen können angeboren oder erworben sein und sollten ärztlich abgeklärt werden.
  • Einfluss: Medikamente wie Aspirin oder sogenannte „Blutverdünner“ können die Gerinnung beeinflussen.
  • Abbau: Nach der Blutgerinnung baut der Körper das Gerinnsel durch Fibrinolyse wieder ab – dieser Prozess muss genau gesteuert ablaufen.

Autoren: Redaktionsteam Schwabe Austria

Disclaimer: Die Informationen auf dieser Website sind keinesfalls ein Ersatz für den persönlichen Besuch bei Arzt, Apotheker oder anderen medizinischen Fachpersonen. Die Gesundheitsartikel sind als Impulse zu verstehen, mit dem Ziel, sich näher mit Themen der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen und entsprechende Unterstützung zu suchen.

Quellen:

Koagulation, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, https://www.gesundheit.gv.at/lexikon/K/gerinnung.html 

Thrombozyten, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborwerte/blutbild/blutbild-08-thr1-hk.html 

Fibrinogen (FIBR), Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborwerte/blutgerinnung/fibrinogen.html 

Philipp Gotthardt, Gerinnung verstehen mit Kostja – Teil 1, NERDfall Medizin, https://nerdfallmedizin.blog/2019/03/02/gerinnung-verstehen-mit-kostja-teil-1/ 

Blutgerinnung, gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/glossar/blutgerinnung.html 

Gerinnungskaskade, DocCheck Flexikon, https://flexikon.doccheck.com/de/Gerinnungskaskade 

Gerinnungsstörung, DocCheck Flexikon, https://flexikon.doccheck.com/de/Gerinnungsstörung 

Thrombophilie, DocCheck Flexikon, https://flexikon.doccheck.com/de/Thrombophilie

Hämostase, DocCheck Flexikon, https://flexikon.doccheck.com/de/Hämostase

Deutsche Herzstiftung, Medikamente zur Blutverdünnung, https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/gerinnungshemmung-und-medikamente/blutverduenner-wie-wirken-sie 

Ablauf der Blutgerinnung, Deutsche Hämophiliegesellschaft (DHG e.V.), https://www.dhg.de/blutungskrankheiten/ablauf-der-blutgerinnung.html 

Universitätsspital Zürich, Blutungsneigung, https://www.usz.ch/krankheit/blutungsneigung/ 

Universitätsklinikum Würzburg, Thrombose und Embolie, https://www.ukw.de/medizinische-klinik-i/intensiv-und-notfallmedizin/schwerpunkte/thrombose-und-embolie/ 

Weitere Studie bestätigt: Kein Einfluss auf Blutgerinnung und Blutungszeit durch Ginkgo-Spezialextrakt EGb 761® | schwabe.de, https://www.schwabe.de/service/dr-willmar-schwabe-phyto-extrakt/weitere-studie-bestaetigt-kein-einfluss-auf-blutgerinnung

Kein Einfluss des Ginkgo-Spezialextrakts EGb 761® auf die Wirkung von Rivaroxaban | schwabe.de, https://www.schwabe.de/service/dr-willmar-schwabe-phyto-extrakt/kein-einfluss-des-ginkgo-spezialextrakts-egb-761r-auf-die