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Gelenke

Ein Gelenk verbindet zwei Knochen miteinander. Ohne den ca. 140 echten Gelenke im menschlichen Körper wäre eine Bewegung überhaupt nicht möglich. Sie müssen sehr viel leisten und so kann es zu Abnützungserscheinungen, wie z.B. Arthrose, kommen – oder zu Verletzungen wie z.B. Verstauchungen oder Verrenkungen.

Gelenke dämpfen Druckeinwirkungen ab, dabei sind sie großen Kräften ausgesetzt. Bei Gelenkverletzungen sollten die Behandlungsmaßnahmen nach der PECH-Regel angewendet werden, damit weitere Schäden verhindert und der natürliche Heilungsprozess gefördert wird. Wussten Sie, dass das Kugelgelenk, das sich zwischen Hüfte und Oberschenkel befindet, unser beweglichstes Gelenk ist?

Was ist ein Gelenk?

Gelenke sind bewegliche Verbindungselemente zwischen zwei oder mehreren Knochen oder knorpeligen Strukturen und sorgen so für Stabilität und Bewegungsfähigkeit. Sie bestehen aus folgenden wesentlichen Bestandteilen:

Gelenk Aufbau Bewegung – © Schwabe

Funktion und Arten von Gelenken

Man unterscheidet in der Anatomie zwischen echten und unechten Gelenken, die für die Beweglichkeit des menschlichen Körpers sorgen.

Formen von Gelenken

Weiteres werden die Gelenke in fünf verschiedene Gelenksformen unterteilt, welche das Bewegungspotential, -grad und -richtung der Gelenke aufzeigen:

Kugelgelenk Bei diesem Gelenk liegt ein kugelförmiger Gelenkkopf in einer dazu passend geformten Gelenkpfanne. Mit Hilfe des Kugelgelenks sind Bewegungen, nach vorne, hinten, seitwärts und rotierend, also in sechs Richtungen, möglich. Es ist somit das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Hüft- und Schultergelenk sind Beispiele für ein Kugelgelenk. 
Sattelgelenk Das Sattelgelenk besteht aus einem konkav geformten Gelenkkopf und -pfanne, wobei die Form einem Reitersattel ähnelt. Dieses Gelenk ist in vier Richtungen beweglich. Es ermöglicht eine Bewegung nach vorne, hinten und seitwärts, jedoch ist keine Drehbewegung möglich. Ein Sattelgelenk ist zum Beispiel beim Daumen zu finden.
Eigelenk Im Vergleich zum Kugelgelenk sind bei dieser Gelenksform Gelenkkopf und -pfanne eiförmig. Es erlaubt eine Bewegung in vier Richtungen: nach vorne, hinten und seitwärts. Als Beispiel für ein Eigelenk ist das Handgelenk zu zählen.
Scharniergelenk Das Scharniergelenk besteht aus einem walzenförmigen Gelenkkopf und einer rinnenförmigen Gelenkpfanne und erlaubt nur eine Bewegung nach vorne und hinten (Beugen oder Strecken), also lediglich eine Bewegung in zwei Richtungen. Wie bei einer Tür, die man öffnen und schließen kann und an Scharnieren befestigt ist. Beispiel hierfür ist das Ellbogengelenk.
Drehgelenk Beim Drehgelenk ist der Gelenkkopf zapfen- und die Gelenkpfanne rillenförmig und dieser Aufbau lässt lediglich eine Drehbewegung zu. Hierzu zählt das Ellen-Speichen-Gelenk.

Hierbei handelt es sich immer um bewegliche, echte Gelenke. Unser Körper ist auf unsere unterschiedlichen Gelenksformen angepasst dadurch können Bewegungsabläufe völlig unbewusst ablaufen.  So geben unsere Gelenkformen die Art zu Gehen, Stehen und Sitzen etc. bereits vor.

Gelenkerkrankungen

Von Beschwerden in den Gelenken sind zumeist Sportler, ältere Menschen, Personen mit Übergewicht und bestimmte Berufsgruppen (z.B. Handwerker) betroffen.

Bei Gelenkerkrankungen ist zwischen Verletzungen und Beschwerden zu unterscheiden:

Häufigste Verletzungen von Gelenken

Finden Sie folgend eine Übersicht der häufigsten Gelenkverletzungen:

Prellung Eine Prellung des Gelenks kann durch eine stumpfe Gewalteinwirkung z.B. Schlag oder Stoß entstehen. Häufig davon betroffen sind Knie- und Ellbogengelenke.
Verstauchung Wird bei einem Gelenk der normale Bewegungsspielraum plötzlich überschritten, kann es zu einer Verstauchung kommen. Dabei wird der Gelenkkopf und die -pfanne kurzfristig, aber nicht vollständig ausgerenkt z.B. beim Umknicken beim Sport bzw. im Alltag. Alle Gelenke können davon betroffen sein, jedoch hauptsächlich sind es das Knie- und Sprunggelenk.
Verrenkung Von einer Verrenkung jedoch spricht man wenn das Gelenk nach einer plötzlichen Überdehnung nicht mehr zurückspringt, teilweise oder vollständig ausgekugelt bleibt. Das Schulter-, Ellenbogen-, Knie und Sprunggelenk werden am häufigsten ausgerenkt. 
Bruch Wenn ein oder mehrere Knochen des Gelenks durch eine äußere Gewalteinwirkung über ihre Elastizitätsgrenze hinaus belastet wurden, kann es zu einem Bruch des Gelenks kommen. Bei Hand-, Sprung und Kniegelenken treten Brüche am häufigsten auf.
Bandverletzung Bei Überschreitung des Bewegungsspielraumes des Gelenks können auch die Bänder in Mitleidenschaft gezogen werden und überdehnt bzw. vollständig reißen (Bänderzerrung, -dehnung, -riss).
Knorpelverletzung Eine Verletzung des Gelenkknorpels kann bei jeglicher stärkeren Gewalteinwirkung, ob Prellung, Verstauchung oder Verrenkung, auftreten und betreffen zumeist das Knie.  
Meniskusverletzung Meniskusverletzungen können einerseits durch eine Drehbewegung des Knies unter Druckbelastung z.B. bei einem Sturz oder andererseits verschleißbedingt durch altersbedingte Abnützung auftreten. Sie äußerst sich in Schmerzen und Schwellungen im Kniegelenk.

Wie erkennen Sie Verletzungen eines Gelenks?

Bei Gelenkverletzungen können u.a. folgende Symptome auftreten:

Häufigste Beschwerden von Gelenken

Die Ursachen sind vielfältig, jedoch am häufigsten treten folgende Gelenkbeschwerden auf:

Arthrose Der Gelenkverschleiß ist die häufigste Gelenkerkrankung und kann alle Gelenke betreffen. Bei Knie-, Hüft- und Sprunggelenke tritt Arthrose jedoch am häufigsten auf.
Rheumatoide Arthritis Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die sich hauptsächlich an Hand- und Fingergelenken zeigt.

Gelenkschmerzen bei Erkältungen

Gelenkschmerzen können typische Begleitsymptome bei einer Grippe oder Erkältung sein. Dabei treten diese für gewöhnlich nur vorübergehend auf und erfordern daher zumeist keine Behandlung.

Darreichungsformen und Packungsgrößen

Zeel®-Salbe: 50 g, 100 g
Zeel®-Tabletten: 50 Stk., 250 Stk.

 

Gebrauchsinformation

Salbe zur Anwendung auf der Haut. Tabletten zum Einnehmen. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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